Hitzige
Diskussion über Name für Einkaufszone
Votum fürs "Portzentrum"
Friedrichsort - Bereits zum zweiten Mal stand der
vom Handels- und Gewerbeverein
vorgeschlagene neue Name für die Einkaufszone auf der Tagesordnung des Ortsbeirats
Pries-Friedrichsort, und erneut kochten die Emotionen im Kulturladen Leuchtturm
über.
"Das
bringt uns so nicht weiter", sagte Ortsbeiratsmitglied
Susanne Beyer (Grüne)
nach
langer, hitziger Diskussion. Denn schon in der Februar-Sitzung war man in
Sachen
"Portzentrum"
nicht weiter gekommen. Deshalb hatte Ortsbeiratsmitglied
Volkhard Hanns (SPD)
erneut eine
nicht repräsentative Bürgerbefragung angeschoben. Wie auch die vorherrschende
Meinung im
gut gefüllten Kulturladen, gab es unter den Zuschriften ein klares Nein
zum
"Portzentrum". Hanns fasste die Begründungen so zusammen: " Man
muss zu lange überlegen,
bis man die
Symbolik versteht." Schon von daher sei Port nicht geeignet. Zudem
verbinde
man damit
Hafen oder auch einen Landeplatz. "Prägnante Namen dürfen
keine
Doppeldeutigkeit haben", erklärte er. Barbara Veldten
(SPD) sah das ähnlich:
"Mit
dem Begriff Port ohne Einkaufszentrum kann man als Fremder so nichts
anfangen."
Für Peter Scholtysik, der für die CDU im Ortsbeirat
sitzt, aber gleichzeitig Vorsitzender
des Handels-
und Gewerbevereins Pries-Friedrichsort ist, war die
heftige Diskussion ein
Argument
mehr für den Namen. Zumindest rede man so über ihn und er präge sich ein. Dem
Ortsbeirat
warf er wegen seiner ablehnenden Haltung vor, nicht zukunftorientiert zu
sein und
gegen den Handel zu arbeiten. Dabei war man sich im Gremium unsicher, ob man
überhaupt
berechtigt sei, ein Votum zum Namen abzugeben. Zum Schluss entschied man sich
aber, einen
Antrag zu formulieren mit dem Ergebnis, dass sich bei drei Enthaltungen drei
Stadtteilvertreter
gegen und zwei für den von der Kaufmannschaft ausgewählten Namen
"Portzentrum"
aussprachen.
In Sachen
Radverkehr in Friedrichsort schlug der Kieler
Fahrradbeauftragte Uwe Redecker vor,
wie schon
in Schilksee gemeinsam mit dem Vorsitzenden des
Fahrradforums Dietrich Huckriede
einen
Termin mit dem Ortsbeirat zu machen. Dann wolle man
die unfallträchtigen Stellen
im
Stadtteil abfahren und Lösungen finden.
(pkr)
HGV Pries Friedrichsort |
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