Spaziergang am Deich

 

Woman in the city

auf Erkundungstour in Friedrichsort

 

Wenn ein grüner Schimmer so allmählich das Land überzieht, die Luft nach Leben

riecht und die ersten kräftigen Sonnenstrahlen in der Nase kribbeln - dann kommt

der Frühling. Und mit ihm die Lust au ausschweifende Spaziergänge in der Natur.

Die Woman in the city hat einen Geheimtipp für Sie - Friedrichsort. Hier ist der

Spaziergang durch die Natur Erholung, kulturelle Rundführung und Shoppingtour in

einem, denn Friedrichsort hat viele Facetten. Wir empfehlen, das Auto am

Falkensteiner Strand abzustellen oder, noch viel schöner, mit dem Bus zu kommen

(mehr unter www.kvg-kiel.de).

 

Das Skagerrakufer mit dem Anlegesteg der Fähre

 

Barfuß am Strand

 

Am Strand angekommen, heißt es: hoch, über den Deich, Schuhe und Strümpfe aus,

dann ab in den Sand - das kitzelt so schön. Lässt man dann den Blick gen Wasser

schweifen, fällt der Leuchtturm ins Auge. Er wacht seit Mitte des 19. Jahrhunderts

über die vorbei fahrenden Schiffe, um sie sicher durch die schmalste Stelle der

Kieler Förde zu weisen.

 

Dem Deich in östlicher Richtung folgend kann man bald die Spitze der alten Festung

und ihren etwa 15 Meter breiten Burgraben erspähen. Viel ist jedoch nicht übrig

geblieben von dem einst so prächtigen Bau. Das Gelände ist leider hoch umzäunt

und öffnet seine Tore für Besucher nur selten im Jahr.

 

Wandert man auf dem Deich weiter und lässt die Festung auf Steuerbord, ist das

Skagerrakufer ein unausweichlicher Haltepunkt. Hier unter den Linden lässt sich eine

schöne Pause machen. Im mittleren Bereich befindet sich ein Gedenkstein für Gefallene

des I. Weltkrieges.

 

Wer nun schon genug Frischluft hat, kann sich mit dem Fördedampfer, der hier anlegt,

bequem ins Kieler Zentrum zurück bringen lassen. Unweit in der "Möhrkestraße"

befindet sich eine weitere Sehenswürdigkeit - die Bethlehemkirche. Das Besondere an

diesem Bau ist die Holzverschalung, die auf dem Baustil der Festung beruht.

 

 

Die Fußgängerzone mit ihren Geschäften                                                                       

 

Die Eisdiele „Neitsch

 

Entspanntes Bummeln

 

Von hier aus geht es dann "An der Schanze" entlang ins Ortszentrum. Hier ist die Eisdiele

"Neitsch" unumgänglich. Wir empfehlen die Sorten "Whisky" und "Marmor" Mit Eis bewaffnet

geht es dann durch die Fußgängerzone. Die vielen kleinen Geschäfte laden zum Stöbern,

Gucken und Kaufen ein. Hier überzeugt das Angebot an ausgefallenen Waren und die

persönliche Art der Verkäufer. Übrigens: Am Sonntag, den 22. Mai, sind in Friedrichsort

viele Geschäfte offen - die perfekte Verbindung von einem Ausflug nach Friedrichsort

mit einem kleinen Bummel.

 

Nach Beenden der kleinen Shoppingtour geht es dann die "Friedrichsorter Straße" hoch und

weiter westlich durch die Grünanlagen der "Fördestraße". Bei den Bahngleisen angekommen

geht es nach links weiter durch das Tal der Stekendammsau. Diese künstlich ausgebaute Au

wurde 1992" renaturiert und gibt dem Tal nun wieder seine ganz besondere Atmosphäre.

Die Ufervegetation mit ihren angrenzenden Weideflächen ist wohl eine der schönsten

Regionen in Friedrichsort.

 

Vor dem Ende des Tals muss man sich links halten, die Au überqueren und über die Straße

"Stromeyerallee" zu den Klünderwiesen gehen. Die Friedrichsorter Klünderwiesen umfassen

ein großes, hügeliges Sport- und Erholungsgebiet. Hier steht auch die erste Gesamtschule

Schleswig-Holsteins, die "Integrierte Gesamtschule Friedrichsort". Neben Sportplätzen

und Rasenflächen findet man hier Feuchtwiesen und einen Buchenwald, sowie die Klünderwiesenau.

 

Von hier aus geht es durch die Grünanlage, entlang der Industriebahn bis zur "Koloniestraße",

in die man rechts einbiegt. Nach überqueren der "Christiansstraße" geht es vorbei an der

Lindenauwerft. Wer auf dem Spaziergang die Augen offen gehalten hat, dem sind sicher die

für Friedrichsort typischen Backstein- und Putzsteinbauten aufgefallen. Diese stammen

aus Wilhelminischer Zeit und waren Wohnraum für Offiziere und Beamte der militärischen

Dienststellen. Weiter geht die Tour. Man hält sich etwas rechts und geht einen Fußweg hinunter,

zurück übers Skagerrakufer zum Falckensteiner Strand. Und bevor Sie sich nun auf den Heimweg

machen: Gehen Sie doch noch mal an den Strand und belohnen ihre Füße nach einem langen

Spaziergang mit herrlich kühlem Wasser...

 

 

Ein echter Geheimtipp: Der Chinese Chow in der Straße

„Brauner Berg“

 

Die Katamaranschule „Westwind“ am Falckensteiner Strand“

 

Text: Svende Maria Fischer

 

HGV Pries Friedrichsort