Sorge um Ganztagsbetreuung an
der IGF
Aber die neuen Wegweiser
gefallen
Kieler Express 15. Juni 2005
Friedrichsort ‑ Unkundige sollen sich nach den
Sommerferien in und
um
Friedrichsort besser zurecht finden. Dagegen könnte sich die Situation an der
ntegrierten Gesamtschule (IGF) aufgrund von
Entlassungen der Freizeitmitarbeiter
erheblich verschlechtern. Auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Pries‑Friedrichsort
bat Schulsozialpädagoge
Wolfram Rockstroh um Unterstützung. Allen 21
Freizeitmitarbeitern
mit BAT‑Verträgen solle zum 30. Juni gekündigt werden.
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Der Ausschnitt zeigt einen Teil der
bestehenden und künftigen Wegweisung. Nach dem Flughafen tauchen zum Ortskern
hin Schilder zu den Firmen, zum Sportboothafen Stikkenhörn,
zum Falckensteiner Strand und zur Einkaufszone auf.
Fotos pkr/Montage KN |
Rockstroh
fürchtet, nach den Sommerferien keine Ganztagsbetreuung mehr
Sicherstellen
zu können. Denn von den 21 Mitarbeiten sollen nur noch zwei wieder
einen
BAT‑Vertrag und die übrigen freie Verträge erhalten. Damit würden BAT‑Leistungen
wie Lohnfortzahlung
im Krankheitsfall oder Weihnachtsgeld ausfallen. Auch müssten
die
freien Mitarbeiter ihre Krankenversicherungen selber tragen. Damit bliebe am
Ende
nicht mehr viel übrig, so Rockstroh, der dann vermutlich kaum noch Mitarbeiter hätte.
Eine
Situation, die alle Ganztagsschulen betreffe. Der Ortsbeirat unterbrach für den neuen
Tagesordnungspunkt
kurz die Sitzung, um einen Antrag zu formulieren. Alle waren sich
einig:
"Die Ganztagsbetreuung an der IGF ist zu
erhalten. In diesem Zusammenhang
ist der
Erhalt der BAT‑Verträge der Freizeitkräfte unabdingbar."
Mittlerweile hat die
Verwaltung
Gesprächsbereitschaft
signalisiert. Falls rechtlich machbar, will Schuldezernent Adolf-
Martin
Möller die Kündigungen erst einmal aussetzen.
Verkehrsplaner
Rainer Bohn war gekommen, um die gewerblichen Wegweiser
vorzustellen. Auf der Folie
des Stadtplanes tauchte allerdings wieder der Name
"Portzentrum"
für die Einkaufsstraße auf. Der Handels‑ und Gewerbeverein hatte
sich
zwar für diesen Namen entschieden, der Ortsbeirat lehnte ihn aber per
Mehrheitsbeschluss
ab. Daraufhin fragte Volkhard Hanns (SPD) den
Ortsbeiratsvorsitzenden Gerhard Schorner
(CDU): "Haben Sie bei den Treffen denn
nicht
auf den Beschluss verwiesen?" Die Antwort: "Ich habe keinen Einspruch
dagegen
erhoben."
Nach heftiger Kritik an der Vorgehensweise war klar: Der Beschluss des
Ortsbeirats
gegen das Portzentrum bleibt bestehen.
Die
übrige Wegweisung allerdings fand breite Zustimmung. Auch wenn es statt 18
über 30
Schilder werden, hält Bohn das System für schlüssig. Es kostet rund 50 000
Euro,
die
Firmen tragen den größten Anteil. Bereits seit drei Jahren hätten ortsansässige
Firmen
auf eine
neue Lösung gedrungen, zumal Schilder wie das zur MaK langst überholt seien,
sagte
Bohn. In mehreren Sitzungen haben sich Tiefbauamt, die Kieler Wirtschaftsförderung,
Ortsbeirat und Firmen auf dieses Konzept
geeinigt. Vor dem Abzweiger zum Flughafen
kommt
nun das Piktogramm für Gewerbegebiet mit dem Hinweis "Technologie und
Werften
Friedrichsort"
auf das Schild. Danach gliedert sich das Ganze mehr und mehr auf
(siehe Montageausschnitt). Erstmalig wurde für den Hinweis
auf Firmen ein städtisches
amtliches Wegweisungssystem eingesetzt, so Bohn.
Ein
weiteres Thema im Ortsbeirat waren die Kindergartenplätze. Joachim Diederich
vom Amt
für Familie und Soziales: "Nach dem neuesten Stand sind nicht mehr 50,
sondern
weniger als zehn Plätze frei, und die werden bis zum Sommer auch noch
weggehen." So könne man in diesem Jahr keine Plätze für unter Dreijährige
schaffen.
Mit
seinen 392 Elementarplätzen ist Friedrichsort der am besten versorgte Stadtteil
Kiels. (pkr)
HGV Pries Friedrichsort |
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