Streit um Namen fürs Einkaufszentrum
"P'ort"
stößt nicht auf Gegenliebe:
Friedrichsort- Das Einkaufszentrum soll einen
Namen bekommen, doch als der Pries-Friedrichsorter
Handels-
und Gewerbeverein auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats
seinen Favoriten nannte,
hagelte es
Kritik. Kaum hatte Ortsbeiratsmitglied Peter Scholtysik (CDU), gleichzeitig Vorsitzender
der
Kaufmannschaft, den Namen "P'ort"
ausgesprochen, stand er auch schon im Gegenwind. Vor allem
die falsche
Assoziation irritierte die meisten Zuhörer. "Wenn ich als Fremder nach Friedrichsort komme
und P'ort lese, denke ich an Hafen und bestimmt nicht an ein
Einkaufszentrum", formulierte ein Einwohner.
Scholtysik
hielt dagegen. Mit dem Wort
Einkaufszentrum locke man niemanden nach Friedrichsort.
"Die
Kaufmannschaft
möchte verhindern, dass wir eine Schlafstadt wie Ho!tenau und Schilksee
werden."
P'ort sei
"kurz, prägnant und sinnreich" argumentiert Scholtysik
weiter. Auch er sei am Anfang skeptisch
gewesen.
Doch schließlich habe ihn die Mehrdeutigkeit
der Wortschöpfung überzeugt.
Abgesehen
davon, dass Pries und Friedrichsort auftauchten,
dokumentiere sich darin auch die Wassernähe
des
Stadtteils. Zudem sei Port das plattdeutsche Wort für Pforte/Eingang. Das
Tiefbauamt habe signalisiert,
dass der
Namen von Größe und Gestaltung her "machbar sei". Um einen geeigneten
Namen für das Einkaufszentrum
zu finden,
hatten die Kaufleute einen mit 100 Euro dotierten Wettbewerb ausgeschrieben und sich aus über
160
Vorschlägen für "P'ort" entschieden.
Volkhard
Hanns(SPD) rügte das ",undemokratische"
Verfahren. Die Ankündigung auf der Tagesordnung für den
Ortsbeirat
lasse auf eine Suche, nicht eine Präsentation denken. Auch wenn ihm der Name
gefiele, dies sei
keine
offene Diskussion mehr. Da der Ortsbeirat noch keine
Stellungnahme abgeben wollte, wurde der
Tagesordnungspunkt
mit vier Stimmen von CDU (1), Grünen (1) und SPD (2) vertagt.
Der Antrag,
die Hinweisschilder nach und in Friedrichsort zu
erneuern und zu ergänzen, ging dagegen einstimmig
durch. Zum
Teil sind Schilder verwittert oder gar nicht vorhanden - wie zum Strand, zum
Plüschowhafen oder ins
Zentrum.
Für einen
versöhnlichen Abschluss sorgte die Nachricht, die CDU-Ratsherr Dietrich
Huckriede mitgebracht hatte.
Der
Nachtbus rolle auch in der Woche wieder Richtung Norden. Mit dem Winterfahrplan
waren die Nachtbusse
mangels
Fahrgast-Masse gestrichen worden. Aufgrund der Proteste der Ortsbeiräte,
insbesondere des
Pries-Friedrichsorter Gremiums, sind
wieder Busse vom Hauptbahnhof um 1.05 und 3.05 Uhr Richtung Norden
eingesetzt
worden. (pkr)
HGV Pries Friedrichsort |
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