20 Jahre Industrie- und Gewerbeverband - das Ziel:

 

Kräfte bündeln

 

20 Jahre ist es jetzt her, dass Arnold Scho und der damalige Pastor Siegfried Heistermann dachten, dass es für die Friedrichsorter Geschäftsleute sinnvoll ist, die Interessen zu bündeln. Das Ergebnis dieser Überlegungen mündete am 6. Juni 1983 in der Gründung des "Industrie-und Gewerbeverband Pries-Friedrichsort". Das Ziel der damals 24 Mitglieder: Die Einkaufsstraße wettbewerbsfähig zu erhalten und zu stärken. Der Gedanke entstand nach einem gelungenen Straßenfest, für das Pastor Heistermann im Namen des Gesprächskreises die Kaufmannschaft um Unterstützung gebeten hatte. Das hatte einen positiven Nebeneffekt: "Die kamen dabei zum ersten Mal zusammen und haben sich kennen gelernt", sagt Scho.

 

Als erste gemeinsame Vereinsaktion sollte Friedrichsort endlich eine Weihnachtsbeleuchtung bekommen. Dazu wurde ein Werbeausschuss dessen 44 Beteiligte 290 Mark Startkapital einzahlten.

 

Um den Etat nicht noch mehr zu strapazieren, stiegen die Kaufleute selbst hinauf, um die Beleuchtung anzubringen. "Das war ein Horror. Wir haben uns selbst in Gefahr gebracht", erzählt Gründungsmitglied Walter Freitag. Mit den Jahren wurde der Einsatz professioneller. Die Mitgliederzahlen stiegen bis Ende der 80er auf den Höchststand von 70. Heute zählt der Verein 45 Mitglieder. Dahinter vermutet Freitag zum einen den von anfangs 50 Mark auf inzwischen 174 Euro gestiegene Jahresbeitrag - einige denken, sie können den Beitrag sparen - andererseits hätte man nicht genug neue Geschäfte angesprochen.

 

Doch die Aktivitäten des Vereins leuchten mittlerweile über Weihnachten hinaus. 18 Jahre lang sorgt er jetzt schon für ein Straßenfest in Friedrichsort. Mit den Stadtwerken wurde 1999 für die Mitglieder ein günstigerer Strompreis ausgehandelt. Im Versicherungswesen seien weitere Generalverträge möglich. Finanzielle Vorteile seien wichtig, um der Frage zu begegnen: "Was habe ich davon?" weiß Peter Scholtysik, Stellvertretender Vorsitzender, der sich vor allem mehr Jüngere im Verein wünscht. "In den nächsten Jahren werden eine Reihe von Geschäftsleuten altersbedingt ausscheiden." Nur Geld allein kann der Anreiz nicht sein. Ein Wir-Gefühl unter den Friedrichsortern zu schaffen, ist eine von Scholtysiks Visionen. Die Vernetzung von Vereinen, Verbänden und Institutionen im Stadtteil sei darum wichtig. Zumal er festgestellt hat: "Alle reden übereinander, aber nicht miteinander. "Ein erster Schritt, das zu ändern, war für den FDP-Mann, das Angebot der CDU anzunehmen, für die Partei als Mitglied im Ortsbeirat einzuziehen. Denn schließlich geht es um das Ziel: ",Kräfte zu bündeln, zum Positiven für unseren Stadtteil. "Und dabei ist auch der von ihm eingerichtete Internetauftritt  (www.kiel-friedrichsort.de) ein weiterer Mosaikstein, um mehr Sympathien für den Stadtteil zu wecken.                   (pkr)

 

Zur Gratulation aus Anlass das 20. Geburtstags kam auch Kiels Oberbiirgermeisterin Angelika Volquartz nach

Friedrichsort.                      

                                                                                                                        Foto pkr

HGV Pries Friedrichsort