Friedrichsort stellt sich vor

 

 

Meckerst du noch oder machst du  schon?  Getreu  diesem Motto hat sich der neue Vorstand des

Handels- und Gewerbevereins  (HGV)  Pries-Friedrichsort e.V. vor rund zwei Jahren aufgemacht,

 den Verein wieder mit neuer Tatkraft zu füllen. Das Ergebnis sind mehr Aktionen. Mitspracherecht

im stadtteil-politischen Geschehen, wachsende Mitgliederzahlen und zukunftsträchtige Projekte.

 

Gegründet wurde der HGV 1983 durch die Initiative von Arnold Scho als Industrie- und Gewerbeverband

Pries-Friedrichsort, erklärt Peter Scholtysik, Vorsitzender des HGV. Der Grund für den Zusammenschluss

der Kaufleute war, die Interessen des Gewerbes in der Gemeinschaft besser darstellen zu können.

"Indem wir mit einer Stimme sprechen, können wir mehr bewegen", sagt Scholtysik. Der Handels- und

Gewerbeverein - 1999 wurde der frühere Zusammenschluss umbenannt - will in der Gemeinschaft

den  Standort  Friedrichsort als attraktives Versorgungsgebiet darstellen und so Kunden und

Touristen in den Ort locken. "Man muss nicht immer zum Einkaufen auf die grüne Wiese fahren,

sondern findet durchaus auch bei uns eine ganze Menge Dinge", sagt Scholtysik.

 

Und noch viel mehr. Schließlich befinden sich in Friedrichsort das in Kiel inzwischen einzige Fachgeschäft

für Feinkost sowie ein spezieller Haushaltswaren-Laden. Doch nicht nur rund um die einzelnen Geschäfte

hat sich in Pries-Friedrichsort etwas zum positiven verändert, der HGV ist inzwischen auch politisch geworden.

 

"Seit der Kommunalwahl haben wir einen Sitz und eine Stimme im Ortsbeirat und werden bei Fragen zum Ort

auch zu Rate gezogen", freut sich der Vorsitzende über die erfolgreiche Wiederbelebung des Vereins.

 

 

Straßenfest und Beachvolleyball

 

Um den Standort attraktiv darzustellen ziehen die 55 Mitglieder an einem Strang. Und der heißt Standortmarketing.

Mit Straßenfesten, großen Sportevents, Kulturveranstaltungen und vielem mehr machte der HGV in den vergangenen

Jahren immer wieder auf sich aufmerksam und holte die Kieler in den Stadtteil.

 

"In diesem Jahr haben wir am Falkensteiner Strand zum ersten Mal die 1. Offenen Kieler Stadtmeisterschaften

im Beachvolleyball ausgetragen", erklärt Scholtysik. Mit im Boot waren der Schleswig-Holsteinische

Beachvolleyballverband und das Restaurant "Mehr am Meer". "Dieses Event hat so gut eingeschlagen, dass wir

das als Standardveranstaltung in unser Stadtteilprogramm mit aufnehmen wollen", erklärt der 57-Jährige. Im

Januar   laufen   die   ersten Gespräche für die nächste Stadtmeisterschaft. Die Menschen nach Friedrichsort holen,

dass gelingt dem HGV auch mit Straßenfesten. "Allerdings wollen wir in 2005 eine Kreativitätspause machen, um die

Qualität der Feste zu steigern. Die sollen dann eventuell nur noch alle zwei Jahre stattfinden."

2006 soll das erste Leuchtturmfest starten. Scholtysik hat bereits eine Reihe von neuen Ideen im Kopf.

 

Der HGV ist mit seinen Aktionen und Projekten in den vergangenen zwei Jahren moderner geworden.

Das zieht auch die jungen Geschäftsinhaber in den Verein. "ln  diesem  Jahr  haben  wir  13 neue

Mitglieder dazu bekommen", so Scholtysik. Die jüngste davon ist gerade 23 Jahre alt. "Eine gute

Durchmischung der 55 Mitglieder und ihre unterschiedlichen Ideen sind wichtig, um nicht auf der Stelle

stehen zu bleiben."

 

 

Friedrichsort im Netz

 

Doch nicht nur die Feste sprechen für den HGV, auch die Arbeit hinter den Kulissen ist wertvoll und wichtig.

So unterstützt der Verein kulturelle und soziale Aktivitäten und Einrichtungen wie Kindertagesstätten oder

den Kulturladen Leuchtturm. "Dieser hat durch uns jetzt kürzlich einen Hot Spot bekommen", erklärt der

Vorsitzende. "Damit kann jeder mit einem W-LAN-fähigen Laptop über eine Funkverbindung im Internet surfen."

Die eigene HGV-Site ist vor rund zwei Monaten ins Netz  gestellt  worden. Unter www.hgv-friedrichsort.de  

präsentiert sich der Verein mit seinen Mitgliedern, Aktionen und Zielen.

 

Scholtysik zeichnet ebenfalls für die Stadtteilseite www.kiel-friedrichsort.de  im Internet verantwortlich.

Hierüber kann man sich über Gewerbe, Geschichte des Stadtteils sowie Sport- und Freizeitmöglichkeiten

informieren, kann schauen, ob am Strand die Sonne scheint und was der Stadtteil an Programm bietet.

"Die Seite ist von den Friedrichsorter so gut aufgenommen worden, dass viele Geschäfte. Autofahrer und

Taxen mit dieser Adresse im Schaufenster oder am Fahrzeug werben und sie sich ebenfalls auf Flyern und

Rechnungen wieder findet", freut sich der HGV-Vorsitzende.

 

Im Kulturladen Leuchtturm finden ständig

unterschiedliche Veranstaltungen statt.

 

 

Was bringt die Zukunft?

 

Ideen für künftige Aktionen haben die HGVler viele. "Wir wollen unbedingt die touristischen Attraktionen

besser ausschildern", so Scholtysik. Je mehr Menschen in den Stadtteil kommen, um zum Beispiel zum Strand

zu gehen, desto besser ist das auch für die Geschäftswelt, die von den Menschen profitieren kann. Ebenso ist

geplant in Sachen Tourismus die Anbieter von Ferienwohnungen und -zimmern zu vernetzen, damit die Gäste

besseren Überblick bekommen, wo etwas frei ist.

 

"Wir müssen unseren Stadtteil einfach transparenter machen", so Scholtysik. Ein "Wegweiser durch

Pries-Friedrichsort",  ähnlich wie der in Gaarden, soll ebenfalls dabei helfen. Im Hinblick auf die

Geschäfte hat der HGV die Idee, leer stehende Objekte über eine Gewerberaumbörse im Internet schneller

neu zu vermieten. Hilfe hat die KiWi bereits zugesagt, so Scholtysik. Auch kulturell beteiligt sich der

Handels- und Gewerbeverein im kommenden Jahr wieder und präsentiert damit den Stadtteil. "Wir wollen uns

beim Internationalen Wirtschafts- und Kulturfestival Schleswig-Holstein im April/Mai beteiligen",

so Scholtysik. Geplant ist eine Veranstaltung in der Festung.

 

All diese geplanten Aktionen werden durch Sponsoren und die Mitgliedsbeiträge finanziert, was manches Mal

nicht leicht ist. Die Mitglieder des HGV haben allerdings auch Vorteile durch ihre Mitgliedschaft. So bieten

die Stadtwerke einen günstigeren Tarif, die T-Com ein günstigeres Handy, zu dem gibt es Sonderkonditionen

für Anzeigen und so weiter. Doch bevor die Mitglieder ein großes neues Ziel in Angriff nehmen, gilt

es erst einmal, das jüngste Projekt gut über die Bühne zu bekommen: die (bessere) Beschilderung im Stadtteil.

 

Peter Scholtysik kümmert sich seit rund einem Jahr als Vorsitzender um die Belange

des Handels- und Gewerbevereins Pries-Friedrichsort.

 

Wie gut, dass keiner weiß, wie das Einkaufszentrum heißt

 

Zusammen mit der Stadt Kiel, der KiWi und den großen Industriebetrieben sowie Werften des Stadt Friedrichsort zu

vereinfachen. "Wir haben zum Beispiel keinen einzigen Wegweiser zum Strand", wundert

sich Peter Scholtysik. Das Resultat sind Mengen von Touristen, die mit ihrem Auto orientierungslos quer

durch die Stadtteil fahren. Viel schlimmer ist dies, wenn die großen Firmen und Werften Ware bekommen.

"Auch hier fehlt eine gute Beschilderung", erklärt er. Allzu oft landen die Schwerlaster in den engen

Dorfstraßen und müssen dort unter erheblichen Schwierigkeiten wenden.

 

Seit eineinhalb Jahren wird in der Arbeitsgruppe die Zukunftsgestaltung des Stadtteils diskutiert und die

neue Beschilderung ausgearbeitet. "Früher wäre so ein Projekt an unserem Verein vorbei gegangen", erklärt

Scholtysik. "Heute werden wir mit eingebunden und müssen uns jetzt einen Namen für unser Friedrichsorter

Einkaufszentrum  überlegen", bitte der HGV alle Mitbürger um ihre Hilfe. Der Name sollte griffig und

prägnant sein, aber auch so kurz, dass er auf ein Schild passt. "Einkaufen am Leuchtturm", ist zum Beispiel

der Vorschlag der Stadt.

Die Prieser und Friedrichsorter können ihre Ideen an den HGV, Postfach 9284, 24152 Kiel schicken oder

per Mail an name@hgv-friedrichsort.de  senden.

Einsendeschluss ist der 15. Januar. Eine Woche später soll über den passenden Namen auf der Sitzung der

Arbeitsgruppe abgestimmt werden. Der Gewinner erhält eine Prämie von 100 Euro.

 

Der Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort e.V. ist offen für alle Anregungen und Kritiken.

Schreiben Sie an den HGV Pries-Friedrichsort,

Rote Kate 34,

24161  Altenholz.

Telefon 0431/32517.

 

E-Mail info@hgv-friedrichsort.de

 

Internet: www.hgv-friedrichsort.de

 

Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de

 

Die Menschen durch gemeinsame Aktionen in die Stadt zu holen, ist das Ziel des

Handels- und Gewerbevereins Pries-Friedrichsort.

 

HGV Pries Friedrichsort