FRIEDRICHSORT:
Der Gewerbeverein mit neuem Vorsitz
Er hat es
sich fest vorgenommen, Friedrichsort zusammen mit
seinen "Mitstreitern" im Laufe der Zeit quasi zu einem Nebenzentrum
Kiels zu machen. Peter Scholtysik wurde zum
Vorsitzenden des Friedrichsorter Handels- und Gewerbevereins gewählt.
"Man
soll nicht übereinander, sondern miteinander reden", war einer der
Aussprüche Scholtysiks, die ihn für eine Position im
Handels- und Gewerbeverein prädestinierten. Denn, und davon gingen die anderen
Mitglieder aus, "er wird auch handeln, wenn er die Klappe aufreißt".
Und dazu ist der 56-Jährige, der seit 1962 in Kiel lebt und seit 1986 in Friedrichsort lebt und arbeitet, fest entschlossen.
Seit über
30 Jahren vertritt er eine große Versicherung, außerdem hat er neuerdings ein
Internetportal für den nördlichen Stadtteil ins Leben gerufen, um eben diesen
attraktiver zu machen. Fortschritt statt Stillstand - Reden statt Schweigen:
diesen Zielen hat sich Scholtysik verpflichtet. "Eine
lange Zeit hat man nichts von dem Verein
gehört",
erzählt Scholtysik, der seit anderthalb Jahren
Mitglied im Handels- und Gewerbeverein ist.
Den hat er
im vergangenen Jahr auch dem Ortsbeirat vorgestellt.
Das
Ergebnis war – ungeachtet der parteilichen Ausrichtung –
ein Platz
im Ortsbeirat, der dem Verein von der CDU angeboten wurde.

Wenn alles darniederliegt, hilft Eigeninitiative." sagt Peter Scholtysik Kollegen im Handels- und Gewerbeverein in
Schwung
bringen. Foto PM
Scholtysik
hat sich viel vorgenommen. "Wir müssen unseren Verein besser mit anderen
Organisationen im Stadtteil vernetzen", sagt der Unternehmer, dem
insbesondere die vielen Leerstände in seinem Stadtteil ein Dorn im Auge sind.
Soziale Brennpunkte und das ewige Graffiti-Problem müssten nicht sein, wenn man
eindeutige Vorteile des Stadtteils mit einem vernünftigen Stadtteilmarketing
nutze. Scholtysik: "Wir haben hier natürliche
Ressourcen wie den Strand, der ist ein Magnet."
Immer
wieder interessant sei auch alles, was mit der Festung zusammenhänge. Scholtysik: "Caterpillar, MaK, Vossloh
und Lindenau sind Namen, die weltbekannt sind. Der
Stadtteil müsse lernen, sich die Marketingpower dieser namhaften Unternehmen
zunutze zu machen. Stichwort Tatort: Die Dreharbeiten sind, so Scholtysik, quasi eine PR-Maßnahme, die, "mit Geld
nicht zu bezahlen ist".
Vernetzung ist
das Zauberwort, um den Stadtteil insgesamt attraktiver zu machen. Seit 20
Jahren gibt es den Handels- und Gewerbeverein, der heute 43 Mitglieder zählt.
Nicht genug, wie Scholtysik und die Kollegen meinen.
Deshalb sollen auch insbesondere jüngere Geschäftsleute darauf angesprochen
werden, "mit ins Boot zu kommen".
Neben der
Chance mitzureden, bieten sich ihnen auch finanzielle Vorteile wie etwa
Sondertarife bei den Stadtwerken.
"Der
Boden ist bereit, jetzt ist Eigeninitiative gefordert", sagt Scholtysik zur Tatsache, dass Friedrichsort
gerade auch bezüglich seiner Lage eindeutig im Vorteil gegenüber anderen
Stadtteilen und auch Umlandgemeinden ist. "Wir müssen aus der Konsumhaltung
gegenüber Stadt und dem Land heraus kommen", Selbsthilfe und Initiative statt
des Jammerns über die prekäre Wirtschaftslage seien jetzt gefragt. "Wenn
alles darniederliegt, hilft Eigeninitiative";
sagt der gebürtige Cuxhavener. Diese große Chance will er mit seinen
Möglichkeiten - und dem neuen Portal durchsetzen: "Ich habe die Fähigkeit,
Leute zusammen zu bringen und eine Begeisterungsfähigkeit, die ansteckend
ist".
PM
HGV Pries Friedrichsort |
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