| Pries-Friedrichsort - Schon vor einem Jahr wollte der Handels- und Gewerbeverein (HGV) Pries-Friedrichsort der Frage nachgehen: Wie zufrieden sind die Kunden mit dem Einkaufszentrum? Zum Leuchtturmfest im Mai war die Gelegenheit für eine Kundenbefragung günstig. Mit Fragebögen unterm Arm notierten Schüler der Integrierten Gesamtschule Friedrichsort (IGF) zwei Tage lang Antworten. Nun liegen die Ergebnisse vor.
"Unser Antrieb war dabei, herauszufinden, warum einige Geschäfte leer stehen, was man dagegen tun kann und was fehlt", sagt HGV-Mitglied Peter Scholtysik. Mit Hilfe des Ergebnisses wolle man nun mit der IHK und der KiWi schauen, wie man den Branchenmix optimieren kann.
Für die Schüler dagegen ist die Arbeit erledigt, die mit einem großen Eisbecher belohnt wurden. Auf die Idee, dafür die Schüler der IGF anzusprechen, sei man durch den neuen Schulleiter Klaus Weigel gekommen. "In seiner Antrittsrede hatte er betont, die Schüler stärker im Ort einzubinden und Kontakte zur Wirtschaft zu knüpfen", sagt Scholtysik. Rund 400 Fragebögen konnten die Schüler abliefern. Jeder mit 13 Fragen, um "die Stimmung der Kunden zu sondieren", so HGV-Vorsitzende Petra Utermöhlen.
Heraus kam viel Positives. "Die Leute gehen gerne hier bummeln, finden alles für den täglichen Bedarf, und der Service hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert." Gelobt wurde auch, dass alles gut zu Fuß erreichbar und überschaubar ist und der dörfliche Charakter bewahrt wurde. Dennoch gab es auch Kritik.
Bemängelt wurde die schlechte Anbindung vom Einkaufszentrum zum Anleger der Fördeschiffe, die Sauberkeit auch in Bezug auf Graffiti und dass einige Geschäfte über die Mittagszeit zu machen. Den Kunden fehlen zudem ein Kino, gemütliche Cafes, ein Computergeschäft, ein Herrenausstatter, Schuhgeschäfte und allgemein hochwertigere Fachgeschäfte. (pkr)
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