| Pries-Friedrichsort - Eberhard Gienger (55) ist 36-facher deutscher Meister im Turnen, dreifacher Europameister am Reck, dreifacher Weltcupsieger, Weltmeister am Reck: Er engagiert sich bei der Initiative Männersache für Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchungen, die auch auf dem Leuchtturmfest in Pries-Friedrichsort Station machte.
Warum engagieren Sie sich für die Prostatakrebs-Vorsorgeuntersuchung?
Das hat persönliche Gründe. Ein Verwandter war an Prostatakrebs erkrankt. Dem konnte zum Glück geholfen werden. Daher weiß ich, wie wichtig Früherkennung und Vorsorgeuntersuchungen sind. Dennoch gehen nur 15 Prozent der Über-40-Jährigen zum Urologen. Rund 12000 Männer im Jahr sterben in Deutschland an Prostatakrebs.
Und dennoch haben Sie Ihre eigene Vorsorgeuntersuchung lange hinausgeschoben?
Als ich 40 Jahre alt wurde, dachte ich, eigentlich müsste ich mich mal testen lassen. Doch der letzte Anstoß fehlte. Die Untersuchung habe ich mit über 50 Jahren lassen, weil mich die „Initiative Männersache“ ansprach. Die Erleichterung, dass alles in Ordnung ist, war sehr groß.
Wie helfen Sie?
Mit meinem Namen will ich die Männer aufmerksam machen und sie an den Bus, an unser rollendes Labor, holen. Das ist wie beim Sport: Das Anziehen des Sportzeugs ist am schwersten. Danach ist es ein kleiner Schritt zum Training. Genauso ist es hier: Sind die Männer erst einmal hier, ist es ein kleiner Schritt, sich Blut abnehmen und testen zu lassen.
In der Gaststätte „Zur Schanze“, An der Schanze 38, Pries-Friedrichsort, können Männer anonym und selbstständig in den kommenden drei Wochen ihren Harnstrahl messen.
|