| Pries-Friedrichsort – Was verbirgt sich hier der Bezeichnung „nettekieler“ und was ist das „PACT“ – Gesetz? Nach der Sitzung des Ortsbeirats Pries-Friedrichsort am Mittwochabend im Kulturladen Leuchtturm waren alle schlauer.
Von Petra Krause
Werner Blum vom Ehrenamtsbüro „nettekieler“, einer Initiative der freien Wohlfahrtsverbände unterstützt von der Stadt Kiel und dem Jobcenter, tourt derzeit durch die Ortbeiräte, um den Bekanntheitsgrad zu erhöhen (wir berichteten). Seit der Eröffnung der Informationsbörse für Ehrenamtliche im Dezember 2006 hätten sich 135 Bürger zwischen 15 un 63 Jahren an das Büro gewandt, dass rund 100 Angebote von 80 Vereinen und Organisationen vorliegen habe.
Katrin Mates von der KiWi (Kieler Wirtschaftsförderungs- und Strukturgesellschaft mbH) warb für das „PACT“-Gesetz (wir berichteten) und seine Vorteile für den Handels- und Gewerbeverein (HGV) Pries-Friedrichsort. Hinter PACR verbirgt sich die „Partnerschaft zur Attraktivierung von City-, Dienstleistungs- und Tourismusbereichen“, mit der Quartiere aufgemöbelt und Kunden gelockt werden sollen – unter finanziellem und planerischem Engagement der Grundeigentümer. Laut „PACT“-Gesetz können Grundeigentümer, Erbbauberechtigte und Gewerbetreibende bei der Stadt die Einrichtung eines „PACT“ -Bereichs beantragen, die Stadt erlässt dann eine Satzung, die auf einem Konzept der Antragsteller zur Verbesserung des Quartiers beruht. Sie finanzieren die Projekte. Kommunen dürfen Antragsrecht und Abgabelast auf Eigentümer begrenzen.
Mates brachte für den Stadtteil die Diskussion um die Weihnachtsbeleuchtung im Einkaufszentrum ins Spiel. Ortsbeirats- und HGV-Mitglied Peter Scholtysik sagte, dass der HGC bereits einen Beschluss gefasst habe, diese nicht mehr alleine zu finanzieren. „Der HGV, in dem nicht alle Geschäftsleute Mitglieder sind, trage die Kosten, aber alle partizipieren davon“, begründete er die Entscheidung. Von daher gäbe es auch im HGV Überlegungen für einen „PACT“-Bereich. „So kann man die Trittbrettfahrer zwingen, die Kosten mit zutragen“, sagte er.
Ehrenamtsbüro „nettekieler“ im Neuen Rathaus (Andreas-Gayk-Str 31a, Eingang Ecke Fabrikstraße) ist montags bis mittwochs von 14 bis 16 Uhr, dienstags von 17 bis 19 Uhr sowie donnerstags und freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Zu erreichen ist das Büro unter Tel. 901-55-04 (Fax: 901-65504), per E-Mail (ehrenamtsbuero@kiel.de) oder via Internet (www.nette-kieler.de)
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