| Die Sonne lacht vom blauen Himmel. Die Temperaturen steigen. Die ersten Blumen stecken ihre Köpfe aus der Erde. Von den Bäumen tschilpen die Vögel. Es ist Frühling! Und der sorgt für gute Laune, Elan und Energie. Auch beim Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort e.V. (HGV). Frühlingshaft sind die Ideen, die währende des jüngsten Rundes Tisches unter den Mitgliedern diskutiert wurden. Vorschläge, die den Ortsteil nicht nur im Frühjahr verschönern und attraktiver machen können.
Blumenschmuck
Blumenschmuck hat bereits in den Jahren der Entente Florale die Friedrichsorter Innenstadt aufgewertet. An diesem schönen Brauch will der HGV auch nach dem Gewinner der Kieler Goldmedaille festhalten. „Die Blumenampeln für die Einkaufsstraße sind bereits bestellt“, verrät HGV-Vorsitzende Petra Utermöhlen, die auf eine noch stärkere Beteiligung der Friedrichsorter als in den vergangenen Jahren hofft. „Wir haben so viel positives Feedback über unseren Blumenschmuck in Friedrichsort bekommen“, verrät sie. Die Kunden und Besucher haben besonders, so die Vorsitzende, die Atmosphäre der durch Blumenampeln und -Kübel verschönerten Einkaufsstraßen gelobt. „Die ersten Geschäftsleute haben bereits ihren Blumenschmuck auf die Straßen und vor die Geschäfte gestellt“, erzählt Petra Utermöhlen. Wer keinen eigenen Kübel oder eine Ampel dem hilft der Handels- und Gewerbeverein weiter. Über HGV-Mitglied Wolfgang Schwarz (Lohn- und Einkommenssteuerhilfering) können Blumenampeln bestellt werden. Telefon 0431/393699.
Fahrradsaison
Mit dem Frühlingsbeginn startet der Handels- und Gewerbeverein auch in die Fahrradsaison. „Wir haben uns bereits im vergangenen Jahr vorgenommen, der Fahrradfreundlichste Stadtteil Kiels zu werden“, erklärt die Vorsitzende. Damals hatte der HGV die Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Natur (BUND) bei ihren Aktionen „Fahrradfreundliches Geschäft“ „Mit dem Rad zu Arbeit“ und „Mit dem Rad zum Einkaufen“ sehr unterstützt. „Wir haben die Referenten zu Vorträgen und Diskussionen nach Friedrichsort eingeladen, haben die Aktionen auf unseren Internetseiten beworben, haben die Geschäftsleute im Stadtteil informiert und unsere Fahrradaktionstage zum ersten Friedrichsorter Leuchtturmfest mit einem Radrennen und Familien-Fahrradtouren gestaltet“, zählt Petra Utermöhlen auf. Der Dank für die fahrradfreundliche Anstrengungen bekam der HGV den Kreativpreis des BUND: Die Preisverleihung im Rathaus fand im Winter statt, die Übergabe des Preises, oder besser der Preise in diesem Frühjahr: „Wir haben einen Fahrradanhänger, einen so genannten Donkey, und ein Paar Packtaschen bekommen“, sagt Petra Utermöhlen. Die sollen als erster Grundstock für die neue Idee des HGVs rund um das Radfahren dienen. „Wir würden gerne zwei und mehr Fahrradstationen in ganz Pries-Friedrichsort eröffnen, an denen Besucher und Gäste Räder leihen können“, fasst die Vorsitzende die gesammelten Ideen der HGV-Mitglieder zusammen. Nicht nur Tageweise, sondern auch stundenweise sollen die Drahtesel vermietet werden. „Wir wollen möglichst große Flexibilität“, sagt die Vorsitzende. „An einer Station soll man das Rad leihen, an der nächsten wieder abgeben können.“ Mit den Leihrädern können Segler zum Einkaufen fahren, können Strandbesucher im Sommer spontann in den Ort radeln, um vergessene Sonnenmilch, Zeitschriften oder Grillfleisch zu kaufen, ohne, dass sie ihre Autos von den Strandparkplätzen bewegen muss. „Das alles soll möglich sein“, sagt die Vorsitzende. Dazu sollen möglichst die Radparkplätze am Strand und anderswo ausgebaut werden. Weiterhin wird die Idee von mehr Hinweisschildern für Radfahrer, ganz konkret für die Segler, diskutiert.
Wie man die Idee der Fahrradstationen umsetzen könnte, dass untersuchen zurzeit Alexandra Zychski und Michaela Moeller (Frisör Spitzenschnitt, Telefon 0431/391946) und Volker Schöttke von der Westwind Katamaran und Surfschule (0431/2403507). Alle drei sind für Ideen und Anregungen dankbar. Die Verhandlungen mit einem möglichen Betreiber laufen bereits, die erste Station am Strand ist auch gefunden, doch noch fehlen Stationen in der Friedrichsorter Innenstadt, in Pries und im Dorf Pries.
Unternehmensgespräch
Um die touristische Entwicklung soll es auch beim zweiten Friedrichsorter Unternehmergespräch im April gehen. „Das bereiten wir gerade vor“, erklärt HGV-Mitglied Peter Scholtysik, der sich federführend um Inhalte kümmert. Themen werden unter anderem die bessere Verknüpfung von Strand und Einkaufsstraße, die Entwicklung am Strand und „Stadtbahn“, die Fahrradfreundlichkeit des Stadtteils und mehr sein, verrät Scholtysik. „Mit dem Unternehmergespräch in lockerem, eher kleineren Rahmen wollen wir den Stadtteil weiter voranbringen“, sagt Scholtysik. Mit Wolfgang Hein, dem Inhaber des Landgasthofes Falkenhorst am Falckensteiner Strand, hat der Handels- und Gewerbeverein einen kompetenten Kooperationspartner, der nicht nur den Veranstaltungsraum zur Verfügung stellt, sondern auch das Menü an diesem Abend sponsert.
Den Stadtteil voranbringen, dass will auch der Ortsbeirat Pries-Friedrichsort. Auf Bitten das Handels- und Gewerbevereins hat das politische Gremium eine Information und Diskussion über die PACT-Vorgaben, die in Kiel zurzeit verhandelt werden, am 7. März auf die Tagesordnung gesetzt. PACT heißt Das neue Gesetz für die Gründung, einrichtung und Umsetzung einer Partnerschaft zur Attaktivierung von City-, Dienstleistungs- und Tourismusbereichen.
Mit diesem Gesetz im Rücken können Maßnahmen zum Wohle der Allgemeinheit durchgesetzt werden – die Finanzierung dieser wird gleichmäßig auf alle Nutznießer verteilt. Auch wenn diese gegen die Maßnahmen stimmen. Ein Beispiel aus Friedrichsort: Die Weihnachtsbeleuchtung wird zurzeit von den Mitgliedern des Handels- und Gewerbevereins finanziert. Etliche Geschäftsbetreibende in der Einkaufsstraße profitieren davon, sind aber nicht bereit, einen Obolus zu den Kosten dazuzugeben. „Wenn sich die Mehrheit der Geschäftsbetreiber und Grundstückseigentümer für eine Beleuchtung ausspricht, müssen sich dank des PACT-Gesetzes alle an der Finanzierung beteiligen“, sagt Scholtysik. „Mit solchen Maßnahmen könnten wir die Attraktivität von Pries-Friedrichsort steigern“, erklärt Scholtysik energiegeladen. Was genau das PACT-Gesetz besagt und wie man es umsetzen kann, wird im Kulturladen Leuchtturm ab 19.30 Uhr geklärt. Danach stehen der Ortbeirat sowie der Handels- und Gewerbeverein für Fragen und Informationen zur Verfügung.
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