Presseartikel



HGV: Rückblicke und Ausblick
KielerAnzeiger Januar 2007

Pries-Friedrichsort – Das alte Jahr verabschiedet sich langsam, das neue steht schon in den Startlöchern. Die richtige Zeit, um einmal innezuhalten und über Gewesenes und Künftiges nachzudenken. Wie das Jahr 2006 für den Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort e.V. (HGV) gelaufen ist, welche Highlights es gab und mit welchen Ideen der Verein in das neue Jahr startet, dass verrät HGV-Vorsitzende Petra Utermöhlen dem Kieler Anzeiger.

„Das Jahr 2006 war für den HGV ein Jahr der Umbrüche“, sagt Petra Utermöhlen nach kurzem Nachdenken. Mit einigen großen Aktionen und Veranstaltungen belebten die Vereins-Mitglieder den Stadtteil – zur Freude der Friedrichsorter und der Besucher aus dem Umland. Daneben stand der Rücktritt des erst kurz vorher wieder gewählten (ehemaligen) Vorsitzenden Peter Scholtysik, der im Mai nach dem Leuchtturmfest seinen Posten aufgab. „Bis zur Vorstandwahl im Oktober wurde der Posten von unserem zweiten Vorsitzenden Carsten Höneise kommissarisch besetzt“, erklärt Petra Utermöhlen. „In der Zeit hat der gesamte Vorstand gemerkt, wie viel Arbeit in dieser Position steckt“, sagt sie. Davon hat sich die Friedrichsorterin aber nicht abschrecken lassen: Am 11. Oktober wurde sie zur neuen Vorsitzenden gewählt.
Sie kann nun – zusammen mit dem gesamten Vorstand – auf ein erfolgreiches Jahr zurück blicken:

„Das erste große Ereignis 2006 war wohl unser Friedrichsorter Leuchtturmfest“, sagt sie. Im Mai wurde drei Tage gefeiert, ein Jahrmarkt, ein verkaufsoffener Sonntag, ein Flohmarkt in der Innenstadt sowie ein großes, international besetztes Radrennen vervollständigten die Veranstaltung. „Wegen des durchwachsenen Wetters hatten wir etwas weniger Zulauf als erwartet“, sagt sie. Dennoch waren diejenigen, die da waren, allesamt begeistert. Auch die Sportler waren angetan und wünschen sich eine Wiederholung des Rennens, dass der HGV zusammen mit dem USC Kiel organisiert hatte. Die Familienradtouren, die an diesem Wochenende ebenfalls angesetzt waren, sind mangels Beteiligung und wegen des schlechten Wetters abgesetzt worden. „Ein Problem bei der Organisation war, dass wir sehr wenig Zeit hatten, alles vorzubereiten und für die einzelnen Aktionen Werbung zu machen“, bedauert die Vorsitzende. Einen Vorwurf kann man dem Vorstand und den Helfern kaum machen, sie arbeiten schließlich alle ehrenamtlich in ihrer Freizeit.
Dennoch wird es auch im kommenden Jahr eine Neuauflage des Leuchtturmfestes (18.-20. Mai 2007) mit verkaufsoffenem Sonntag und Radrennen geben. Vielleicht noch ein bisschen weiter ausgebaut – so denn der HGV aus seinem Etat und durch Spenden weitere Aktionen finanzieren kann.
Im kommenden Jahr wieder stattfinden soll das Beachvolleyball-Turnier im Juli am Falckensteiner Strand. Dieses hatte im Sommer einige Besucher angezogen, die sich die Volleyball-Spiele und die spannenden Wettkämpfe der Ultimate-Frisbee-Spieler nicht entgehen lassen wollten. „Schade war in diesem Jahr nur die sehr kurzfristige Absage der Beachhandballer“, sagt Petra Utermöhlen. 2007 will der HGV zusammen mit einem anderen Handballverein auch diese Sportart wieder an den Strand holen. Ändern wird sich auch das Volleyballturnier. „Wir wollen einen Friedrichsorter-Firmencup auf die Beine stellen“, sagt die Vorsitzende, die sich aus den HGV-Mitgliedern schon die sportlichsten ausgesucht hat, um mit einer eigenen Mannschaft dieses neue Turnier zu bestreiten. Ändern wird sich auch das gastronomische Angebot. „Das war uns vom Vorstand in diesem Jahr zu viel Rummel“, sagt sie. „Viele der Stände würden eher auf einen Jahrmarkt passen, als zu einem Sportturnier an den Strand“, überlegt der HGV zurzeit, wie man das Angebot an den Sport anpassen könnte.
Auch die Flohmärkte in der Innenstadt wird es im kommenden Jahr wieder geben. „Die sind mit ihrem guten Mix aus gewerblichen und privaten Händlern von den Besuchern, von den Geschäftsleuten und den Standbetreibern gut angenommen worden“, sagt sie. Was verbessert werden könnte ist das Angebot an mobilen Toiletten.

„Im großen und ganzen haben wir vom HGV-Vorstand das Gefühl, dass das Interesse der Geschäftsleute an unserer Arbeit wächst“, sagt sie. Gerade junge Geschäftsleute seien der Meinung, es sei an der Zeit, etwas für den Stadtteil zu tun und zwar gemeinsam, hat sie festgestellt. Der HGV kann dabei als Netzwerk für die einzelnen Geschäfte dienen und Friedrichsort auch über den Stadtteil-Tellerrand hinaus repräsentieren. „Wir sind unter anderem Mitglied bei Kiel-Marketing und beim Arbeitskreis Kieler Einzelhandel und helfen mit unserer Stimme, unseren Stadtteil ins rechte Licht zu rücken“, sagt Petra Utermöhlen, die aus dieser Zusammenarbeit inzwischen die ersten Früchte erntet.

Was die Geschäftsleute erreichen können, wenn sie gemeinsam auftreten, hat in jüngster Vergangenheit die Diskussion um die Freigabe des Ladenschlussgesetzes gezeigt. „In Friedrichsort sind es inzwischen 24 Geschäfte, die an den Sonnabendenen vor Weihnachten ihre Geschäfte bis 18 Uhr öffnen“, erklärt die Vorsitzende. „Und das sind nicht nur HGV-Mitglieder.“ Die Diskussion um das Einkaufsverhalten der Zukunft habe die Geschäftsleute wohl für das Thema „Zusammenarbeit“ ein Stück weit sensibilisiert.



Die Weihnachtsbeleuchtung lässt die Innenstadt Friedrichsorts in gemütlichem Glanz erstrahlen. Das könnte im nächsten Jahr anders aussehen. Der HGV wird die Beleuchtung nur noch finanzieren, wenn alle Geschäftsleute, die davon profitieren, sich an den Kosten beteiligen.


Rund um den Leuchtturm auf dem Heinrich-Rixen-Platz wird im kommenden Jahr wieder der Jahrmarkt stattfinden.


HGV-Mitglied Peter Scholtysik (2.v.re.), Willi Schmidt vom Radsportverband S-H (2.v.li.), Frank Vobbe (li) und Ralph Krüger (re) vom USC Kiel sowie Martin Ehmke von der Eckernförder Bank e.G. Volksbank und Raiffeisenbank (Mitte) planen gemeinsam die drei Tage des 1. Friedrichsorter Leuchtturmfestes.


Der Ausblick auf 2007
Die Diskussion um gemeinsame Kern-Ladenöffnungszeiten wird auch das Schwerpunktthema im kommenden Jahr. „Wir gehen davon aus, dass es zu Beginn des nächsten Jahres erst einmal ein Durcheinander an Öffnungszeiten geben wird“, sagt Petra Utermöhlen. „Die einen bieten einen frühen Dienstag, die anderen einen langen Donnerstag und wieder andere haben immer bis 22 Uhr auf“, zählt die Vorsitzende auf. Für Friedrichsort sei es wichtig, schnell gemeinsame Kern-Zeiten zu finden und diese durch Werbung auch den Kunden mitzuteilen.

Ein anderes heikles Thema, das im Ort sicherlich lange diskutiert werden wird, ist die Weihnachtsbeleuchtung. „Der HGV wird sich aus der jetzigen Form der Finanzierung der Beleuchtung verabschieden“, hat der Vorstand entschieden. Rund ein Drittel des gesamten Jahresetats des Handels- und Gewerbeverein fließen in die Weihnachtsbeleuchtung, die in den Straßen „An der Schanze“ bis „Dänischer Wohld“ hängt. „Nur ein Bruchteil der Nutzer beteiligt sich an den Kosten. Für die Trittbrettfahrer können und wollen wir die Lichterketten nicht mehr finanzieren“, sagt Petra Utermöhlen und kündigt gemeinsame Gespräche an. „Findet sich zusammen mit allen Geschäftsleuten nicht eine Lösung, wird Friedrichsort im November, Dezember 2007 dunkel bleiben.“ Das eine Zusammenarbeit unter den Geschäftsleuten möglich ist und wunderschöne Resultate hervorbringt, zeigt sich unter anderem an den beleuchteten Bäumen in der Straße Zum Dänischen Wohld/Frenssenstraße, die von den Geschäftsleuten des Eckhauses finanziert wird und an anderen Beispielen im Ort.
Intern stehen im HGV die Wahlen des restlichen Vorstands an. „Dabei wird es wohl keine Überraschungen geben“, vermutet Petra Utermöhlen. Hat sich dieser aufgestellt, dann wartet schon das nächste große Ereignis: 2007 soll es in Friedrichsort einen Weihnachtsmarkt geben. „Wer Interesse hat, dabei zu sein, wer Waffeln, Adventskalender, Weihnachtsschmuck, Kerzen, Stollen, Glühwein und mehr verkaufen möchte, kann sich jetzt schon bei uns informieren und sich anmelden“, sagt die Vorsitzende. Und wenn die Friedrichsorter auf ihrem Weihnachtsmarkt das Jahr 2007 ausklingen lassen können, wird der Vorstand des HGV schon wieder am Planen sein: Denn 2008 steht das 25-jährige Jubiläum des Handels- und Gewerbevereins in Haus.

 

Infos über den Handels- und Gewerbeverein gibt es beim HGV Pries-Friedrichsort e.V., Zum Dänischen Wohld 23, 24159 Kiel.
Tel.:0431/39077
E-Mail: info@hgv-friedrichsort.de
Internet: www.hgv-friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de

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