| Pries-Friedrichsort
– Neigt sich das Jahr dem Ende zu, wird es Zeit
für einen Rückblick. Was haben die vergangenen
zwölf Monate gebracht, was ist gut gelaufen, was
sollte im kommenden Jahr verbessert werden. Auf was verzichtet
man und was kommt neu dazu. Auch im Handels- und Gewerbeverein
Pries-Friedrichsort e.V. lässt der Vorsitzender Peter
Scholtysik die vergangenen Monate Revue passieren.
Kieler Anzeiger:
Herr Scholtysik, im Handels- und Gewerbeverein haben Sie
Bilanz gezogen. Was haben Sie und Ihre Mitglieder im vergangenen
Jahr Positives erreicht?
Peter Scholtysik, HGV: Wir haben 2005 viel auf die Beine
stellen können, was den Stadtteil deutlich über
die Grenzen Friedrichsorts hinaus, sogar über die
Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus, bekannter gemacht
hat. Damit sind wir unserem Ziel wieder einen Schritt
näher, Pries-Friedrichsort als attraktiven Wohnort
mit guter Infrastruktur und einer funktionierenden Gewerbe-
und Industrielandschaft zu präsentieren.
KA: Was genau haben
Sie veranstaltet?
P.S.: Wir haben im Mai zum Beispiel 2005 nach 20 Jahren
wieder einen Jahrmarkt in die Stadt geholt. Ein Wochenende
lang konnten die Bürger auf dem kleinen, gemütlichen
Rummel Karussell fahren und sich amüsieren. Daneben
haben wir an dem Wochenende einen Flohmarkt in der Einkaufsstraße
geholt und einen verkaufsoffenen Sonntag veranstaltet.
Rund 10.000 Besucher sind an diesem Wochenende nach Friedrichsort
geströmt. Das ist eine Aktion, die wir 2006 auf alle
Fälle wiederholen werden. Außerdem wird mit
einem Kunsthandwerkermarkt und einem großen Fahrradevent
mit Familienrallye, einem Rad-Rennen durch den Stadtteil
und einem Promi-Rennen, die Veranstaltung erweitert.
Ebenfalls sehr viel
Zuspruch fanden die Beachvolleyball-Meisterschaften am
Falckensteiner Strand. Zum zweiten Mal haben wir eine
Stadtmeisterschaft organisiert, zum ersten Mal wurde die
Landesmeisterschaft hier ausgetragen. Nicht nur der Zuspruch
der Sportler war dabei groß, die haben vor allem
die Location mit Blick auf die Förde und den guten
Sand gelobt, auch von den Firmen gab es deutlich mehr
Zuspruch und Hilfe als 2004. Anscheinend haben wir mit
diesen Events eine gute Popularität in Sportlerkreisen
erreicht. Denn durchweg positiv sind die Reaktionen zahlreicher
weiterer Sportverbände. So überlegen wir zusammen
mit dem Beachhandballverband zum Beispiel gerade, ob man
2006 eine Deutsche Meisterschaft in Friedrichsort ausrichten
könnte.
KA: Der HGV war
doch sicherlich nicht nur auf dem sportlichen und dem
vergnüglichen Sektor aktiv, oder?
P.S.: Nein. Aber natürlich ist der Naturstrand ein
großer touristischer Anziehungspunkt, der uns am
Herzen liegt. 2005 konnten wir den, meiner Meinung nach
noch deutlich aufwerten. Endlich ist zum Beispiel der
Minigolfplatz fertig und bespielbar, sogar über die
Sommersaison hinaus. Und durch den Umbau des Platzes verfügt
das Restaurant Falkenhorst nun auch über einen Zugang
zum Strand über eine Treppe. Der HGV hat sich auch
dafür eingesetzt, dass am Strand keine Leerstände
in den Restaurants entstehen. Zum Beispiel beim Mehr am
Meer gab es einen nahtlosen Besitzerwechsel. Aufgewertet
wird der Strand hoffentlich auch im kommenden Jahr durch
die neuen Pächter des Leuchtturmwärterhauses.
Leider sind die Verhandlungen in diesem Prozess nicht
optimal gelaufen. Dennoch hoffe ich, dass wir im Sommer
schon ein Angebot dort nutzen können. Aufgewertet
wurde der Strand natürlich auch durch die Wasserwacht
und die Ein-Euro-Jobber, die dort für wenig Geld
Liegestühle und Sonnenschirme vermietet sowie sich
um die Kinder gekümmert haben. Das war zwar keine
Aktion des Handels- und Gewerbevereins, aber gut für
Friedrichsort.
Über die Grenzen des Stadtteils hinaus konnten wir
Friedrichsort während der Vision 2005 – dem
Internationalen Wirtschaft und Kultur-Festival der IHKs
Flensburg und Kiel – in der Festung bekannt machen.
Zu guter Letzt haben
wir es nach 20 Jahren endlich erreicht, dass wenigsten
die touristischen Attraktionen des Stadtteils in den kommenden
Wochen ausgeschildert werden. Also die Festung, der Strand
und andere Punkte.
KA: Die Diskussionen
um die Schilder waren doch recht groß, oder?
P.S.: Und ob. Leider ist es uns nach zwei Jahren der Diskussion
und der Vorbereitung nicht gelungen, auch das Einkaufszentrum,
das „Port-Zentrum“ mit aus zuschildern. Das
ist ein Punkt, der für den HGV 2005 nicht gut gelaufen
ist. Mit einem Handstreich, dem Nein zum Namen „Port-Zentrum“,
hat der Ortsbeirat die Beschilderung verhindert. Ärgerlich
ist nur, dass die politischen Vertreter im Stadtteil keine
Alternative angeboten haben. Trotz allem ist die Zusammenarbeit
mit dem Ortsbeirat, dem politischen Gremium in Friedrichsort,
gut. Wirtschaft und Politik gehen nun mal Hand in Hand,
auch wenn man nicht immer derselben Meinung ist. Um Friedrichsort
auch in der gesamten Stadt gut zu positionieren, sind
wir als HGV Mitglied in verschiedenen Gremien geworden
wie zum Beispiel im Arbeitskreis Kieler Einzelhandel und
bei Kiel Marketing. So können wir die Position unseres
Stadtteils durchaus auch im gesamten Kieler Bereich ins
rechte Licht rücken.
KA: Was bringt die
Zukunft?
P.S.: Wir wollen 2006 die erfolgreichen Aktionen und Veranstaltungen
weiterführen. Und verbessern. So sollen zum Beispiel
mit den Wochenmarktbeschickern, die eigentlich am Sonnabend
auf dem Heinrich-Rixen-Platz verkaufen, frühzeitig
Verhandlungen aufgenommen werden, um diese in das Wochenende
mit Jahrmarkt, Flohmarkt und verkaufsoffenen Sonntag besser
zu integrieren. Die Beachvolleyballmeisterschaften wird
es wieder geben. Ebenso werden wir uns wieder verstärkt
für die Entente florale einsetzten. Damit der Stadtteil
schöner wird. In noch stärkerem Ausmaß
wollen wir uns dafür einsetzen, dass wir hier im
Ort keine Leerstände haben. Eine Gewerberaumbörse
haben wir – neben unser Homepage und der Friedrichsorter
Seite – bereits ins Internet gestellt. Wir würden
auch gerne für Gewerberäume einen Mietspiegel
erstellen, der Mietern und Vermietern gleichzeitig dienen
soll. Last but not least soll es am Ende des Jahres wieder
etwas Vergnügliches für die Friedrichsorter
geben: Wir würden gerne einen Weihnachtsmarkt auf
die Beine stellen.
Infos über den Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort
e.V. gibt es unter folgender Adresse: HGV Pries-Friedrichsort,
Brammerkamp 6, 24159 Kiel.
E-Mail:
info@hgv-friedrichsort.de
Internet: www.hgv-friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de
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