Presseartikel
     



HGV Pries-Friedrichsort

Kieler Anzeiger Januar 2006

Pries-Friedrichsort – Neigt sich das Jahr dem Ende zu, wird es Zeit für einen Rückblick. Was haben die vergangenen zwölf Monate gebracht, was ist gut gelaufen, was sollte im kommenden Jahr verbessert werden. Auf was verzichtet man und was kommt neu dazu. Auch im Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort e.V. lässt der Vorsitzender Peter Scholtysik die vergangenen Monate Revue passieren.

Kieler Anzeiger: Herr Scholtysik, im Handels- und Gewerbeverein haben Sie Bilanz gezogen. Was haben Sie und Ihre Mitglieder im vergangenen Jahr Positives erreicht?
Peter Scholtysik, HGV: Wir haben 2005 viel auf die Beine stellen können, was den Stadtteil deutlich über die Grenzen Friedrichsorts hinaus, sogar über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus, bekannter gemacht hat. Damit sind wir unserem Ziel wieder einen Schritt näher, Pries-Friedrichsort als attraktiven Wohnort mit guter Infrastruktur und einer funktionierenden Gewerbe- und Industrielandschaft zu präsentieren.

KA: Was genau haben Sie veranstaltet?
P.S.: Wir haben im Mai zum Beispiel 2005 nach 20 Jahren wieder einen Jahrmarkt in die Stadt geholt. Ein Wochenende lang konnten die Bürger auf dem kleinen, gemütlichen Rummel Karussell fahren und sich amüsieren. Daneben haben wir an dem Wochenende einen Flohmarkt in der Einkaufsstraße geholt und einen verkaufsoffenen Sonntag veranstaltet. Rund 10.000 Besucher sind an diesem Wochenende nach Friedrichsort geströmt. Das ist eine Aktion, die wir 2006 auf alle Fälle wiederholen werden. Außerdem wird mit einem Kunsthandwerkermarkt und einem großen Fahrradevent mit Familienrallye, einem Rad-Rennen durch den Stadtteil und einem Promi-Rennen, die Veranstaltung erweitert.

Ebenfalls sehr viel Zuspruch fanden die Beachvolleyball-Meisterschaften am Falckensteiner Strand. Zum zweiten Mal haben wir eine Stadtmeisterschaft organisiert, zum ersten Mal wurde die Landesmeisterschaft hier ausgetragen. Nicht nur der Zuspruch der Sportler war dabei groß, die haben vor allem die Location mit Blick auf die Förde und den guten Sand gelobt, auch von den Firmen gab es deutlich mehr Zuspruch und Hilfe als 2004. Anscheinend haben wir mit diesen Events eine gute Popularität in Sportlerkreisen erreicht. Denn durchweg positiv sind die Reaktionen zahlreicher weiterer Sportverbände. So überlegen wir zusammen mit dem Beachhandballverband zum Beispiel gerade, ob man 2006 eine Deutsche Meisterschaft in Friedrichsort ausrichten könnte.

KA: Der HGV war doch sicherlich nicht nur auf dem sportlichen und dem vergnüglichen Sektor aktiv, oder?
P.S.: Nein. Aber natürlich ist der Naturstrand ein großer touristischer Anziehungspunkt, der uns am Herzen liegt. 2005 konnten wir den, meiner Meinung nach noch deutlich aufwerten. Endlich ist zum Beispiel der Minigolfplatz fertig und bespielbar, sogar über die Sommersaison hinaus. Und durch den Umbau des Platzes verfügt das Restaurant Falkenhorst nun auch über einen Zugang zum Strand über eine Treppe. Der HGV hat sich auch dafür eingesetzt, dass am Strand keine Leerstände in den Restaurants entstehen. Zum Beispiel beim Mehr am Meer gab es einen nahtlosen Besitzerwechsel. Aufgewertet wird der Strand hoffentlich auch im kommenden Jahr durch die neuen Pächter des Leuchtturmwärterhauses. Leider sind die Verhandlungen in diesem Prozess nicht optimal gelaufen. Dennoch hoffe ich, dass wir im Sommer schon ein Angebot dort nutzen können. Aufgewertet wurde der Strand natürlich auch durch die Wasserwacht und die Ein-Euro-Jobber, die dort für wenig Geld Liegestühle und Sonnenschirme vermietet sowie sich um die Kinder gekümmert haben. Das war zwar keine Aktion des Handels- und Gewerbevereins, aber gut für Friedrichsort.

Über die Grenzen des Stadtteils hinaus konnten wir Friedrichsort während der Vision 2005 – dem Internationalen Wirtschaft und Kultur-Festival der IHKs Flensburg und Kiel – in der Festung bekannt machen.

Zu guter Letzt haben wir es nach 20 Jahren endlich erreicht, dass wenigsten die touristischen Attraktionen des Stadtteils in den kommenden Wochen ausgeschildert werden. Also die Festung, der Strand und andere Punkte.

KA: Die Diskussionen um die Schilder waren doch recht groß, oder?
P.S.: Und ob. Leider ist es uns nach zwei Jahren der Diskussion und der Vorbereitung nicht gelungen, auch das Einkaufszentrum, das „Port-Zentrum“ mit aus zuschildern. Das ist ein Punkt, der für den HGV 2005 nicht gut gelaufen ist. Mit einem Handstreich, dem Nein zum Namen „Port-Zentrum“, hat der Ortsbeirat die Beschilderung verhindert. Ärgerlich ist nur, dass die politischen Vertreter im Stadtteil keine Alternative angeboten haben. Trotz allem ist die Zusammenarbeit mit dem Ortsbeirat, dem politischen Gremium in Friedrichsort, gut. Wirtschaft und Politik gehen nun mal Hand in Hand, auch wenn man nicht immer derselben Meinung ist. Um Friedrichsort auch in der gesamten Stadt gut zu positionieren, sind wir als HGV Mitglied in verschiedenen Gremien geworden wie zum Beispiel im Arbeitskreis Kieler Einzelhandel und bei Kiel Marketing. So können wir die Position unseres Stadtteils durchaus auch im gesamten Kieler Bereich ins rechte Licht rücken.

KA: Was bringt die Zukunft?
P.S.: Wir wollen 2006 die erfolgreichen Aktionen und Veranstaltungen weiterführen. Und verbessern. So sollen zum Beispiel mit den Wochenmarktbeschickern, die eigentlich am Sonnabend auf dem Heinrich-Rixen-Platz verkaufen, frühzeitig Verhandlungen aufgenommen werden, um diese in das Wochenende mit Jahrmarkt, Flohmarkt und verkaufsoffenen Sonntag besser zu integrieren. Die Beachvolleyballmeisterschaften wird es wieder geben. Ebenso werden wir uns wieder verstärkt für die Entente florale einsetzten. Damit der Stadtteil schöner wird. In noch stärkerem Ausmaß wollen wir uns dafür einsetzen, dass wir hier im Ort keine Leerstände haben. Eine Gewerberaumbörse haben wir – neben unser Homepage und der Friedrichsorter Seite – bereits ins Internet gestellt. Wir würden auch gerne für Gewerberäume einen Mietspiegel erstellen, der Mietern und Vermietern gleichzeitig dienen soll. Last but not least soll es am Ende des Jahres wieder etwas Vergnügliches für die Friedrichsorter geben: Wir würden gerne einen Weihnachtsmarkt auf die Beine stellen.


Infos über den Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort e.V. gibt es unter folgender Adresse: HGV Pries-Friedrichsort, Brammerkamp 6, 24159 Kiel.

E-Mail: info@hgv-friedrichsort.de
Internet: www.hgv-friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de

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