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Über einen Steg zur Festung
Gutachten für Verkehrsentwicklungsplan: Planer aus Braunschweig optimiert Wegeverbindungen in Stadtteilen
Kieler Nachrichten 05. Dezember 2006
Pries-Friedrichsort – Wie gut kommt man zu Fuß ins Friedrichsorter Einkaufszentrum und an den Strand? Dieser Frage sowie der Optimierung der Wegeverbindungen geht zurzeit Ulrich Schäfer vom Braunschweiger Planungsbüro plan & rat in verschiedenen Kieler Stadtteilen nach. Das Gutachten ist Grundlage des städtischen Verkehrsentwicklungsplans 2007 (VEP), der Planungen bis zum Jahr 2020 umfasst. In Pries-Friedrichsort ließ Schäfer sich von Ortsbeiratsmitglied Peter Scholtysik zeigen, „wo der Schuh drückt“.
Der Kontakt zu den Ortsbeiräten sei für das auf Fußgängerverkehr spezialisierte Planungsbüro der erste Schritt, so Schäfer. Insgesamt acht Stadtteile werden in enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Fußverkehr untersucht. Dabei geht es erst einmal darum, die derzeitige Situation zu dokumentieren und die Knackpunkte herauszufiltern. Im Vergleich zu anderen Stadtteilen schneide Friedrichsort gut ab, befand der Planer. Dennoch gibt es auch hier einiges zu verbessern – vor allem langfristig. Im Vordergrund stehe dabei die Erreichbarkeit des Strandes und des Geschäftszentrums. Aber auch die Festung sei ein Thema.
Zuerst wurden die Möglichkeiten festgehalten, sich dem Stadtteil zu nähern: übers Wasser mit der Fähre oder dem Sportboot, zu Land, mit dem Bus, dem Auto, dem Rad und mit dem Flugzeug. In diesem Zusammenhang möchte Peter Scholtysik, der auch Mitglied im Handelsund Gewerbeverein ist, eine langfristige Perspektive unter touristischen Gesichtspunkten entwickeln. Dafür müssen die Wegeverbindungen innerhalb des Ortes verbessert werden. Scholtysik verwies auf die Problematik am Skagerrakufer, wo der Fördedampfer anlegt.
Will man zur Festung oder an den Strand, kommt man auf dem direkten Weg am Wasser entlang nicht sehr weit. Denn das Gelände von Caterpillar und die Entmagnetisierungsanlage der Bundeswehr sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Scholtysik träumt von einem ins Wasser gebauten Steg vor Caterpillar, um „die Ströme übers Wasser zur Festung zu leiten“. Mit Besichtigungen der in Friedrichsort ansässigen innovativen Unternehmen wie der Lindenau-Werft mit den Doppelhüllentankern ließe sich der Stadtteil noch besser vermarkten. Aber all diese Ziele müssten dann auch gut erreichbar sein. Dazu gehöre, dass Strand und Geschäftszentrum mehr zusammenwachsen, so Scholtysik.
Der Weg über die Straße Brauner Berg sei nicht nur sehr weit, sondern auch gefährlich. Der schmale Fußweg werde oft auch von Radfahrern genutzt. Deshalb gebe es im Ortsbeirat Bestrebungen, die Straße als Fahrradstraße auszuweisen. Ein weiteres Problem ist die Straße Zum Dänischen Wohld. Sowohl auf Höhe des Sky-Marktes als auch des Fischladens suggeriere die Pflasterung eine Art Zebrastreifen, so Scholtysik. Damit werde eine Sicherheit vorgegaukelt, die gar nicht existiere.
Als nächstes will Schäfer sich mit der AG Fußverkehr abstimmen. Im Frühjahr steht dann die konkrete Entwicklung der Maßnahmen an. Dazu versicherte er: „Wir haben schon die Potenziale von Friedrichsort erkannt.“
Petra Krause
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Ortsbeiratsmitglied Peter Scholtysik (links) diskutiert mit Ulrich Schäfer vom Braunschweiger Planungsbüro plan & rat die Möglichkeit, wie Besucher an der Wasserseite zur Festung kommen können. Foto pkr
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Infos über den Handels- und Gewerbeverein gibt es
beim HGV Pries-Friedrichsort e.V., Zum Dänischen Wohld 23, 24159
Kiel.
Tel.:0431/39077
E-Mail: info@hgv-friedrichsort.de
Internet: www.hgv-friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de |
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