| Pries-Friedrichsort – Das erste Friedrichsorter Leuchtturmfest am Mai-Wochenende ist komplett ins Wasser gefallen, aber dennoch erfolgreich. So lässt sich die Bilanz der drei tollen Tage am ehesten beschreiben, sagt Carsten Höneise, stellvertretender Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Pries-Friedrichsort e.V. Das Wetter hat den Veranstaltern – dem HGV zusammen mit den Radsportverbänden – einen gehörigen Strich durch die Planungen gemacht.
„Rund 10.000 Besucher waren es im vergangenen Jahr, die durch den verkaufsoffenen Sonntag, den Flohmarkt und den Jahrmarkt, der an drei Tagen stattfand, nach Friedrichsort gelockt worden waren“, erklärt Carsten Höneise. Das wollten die Organisatoren mit dem ersten Friedrichsorter Leuchtturmfest eigentlich noch toppen. Die Pläne dafür sahen gut aus: Eine professionelle Radsportveranstaltung am Sonntag und eine Familien-Fahrradrallye am Sonnabend sollten den Zuschauern noch mehr Programm bieten.
Doch Petrus hatte leider kein Einsehen: „Die Eröffnung des Jahrmarktes fand am Freitag schon im Regen statt“, blickt Höneise zurück. Doch davon ließen sich die Friedrichsorter nicht abschrecken: „Der Jahrmarkt war gut besucht“, sagt er. Besonders der Autoscooter zog – gut überdacht – viele an. „Der Heinrich-Rixen-Platz war mit Ständen und Fahrgeschäften wirklich gut bestückt“, lobt er. Besonders abends zog es die Friedrichsorter auf den Platz.
Auch der Familienrallye am Sonnabend machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. „Nur fünf Teilnehmer sind gekommen“, sagt Höneise. Aber die haben die gesamte Tour mit dem Zweirad absolviert – „und waren durchaus angetan“.
Mehr Glück hatten die Veranstalter mit dem Flohmarkt und dem verkaufsoffenen Sonntag. „Der Flohmarkt verlief zu Anfang eher schleppend, dann aber sind die Menschen gekommen.“ Verständnis hat Höneise für die Flohmarkt-Beschicker, die morgens aus dem Fenster schauen und aufgrund des Wetters gar nicht erst losfahren, um ihren Stand aufzubauen. Aber die, die da waren, zeigten sich von ein paar Tropfen Regen unbeeindruckt. „Das ist doch typisches Kieler Wetter“, hieß es gelassen an den Ständen. Gegen die Nässe hatten alle ihre Regenplanen dabei. Und auch die Besucher waren mit Schirm und Regenjacken gut ausgerüstet. Beim verkaufsoffenen Sonntag blieben die Erwartungen der Geschäftsleute durch die geringere Besucherzahl hinter denen des vergangenen Jahres zurück.
Dennoch ist Höneise nicht enttäuscht: „Wir konnten mit dem Fest rund 6.000 Besucher nach Friedrichsort locken“, schätzt er. Und das ist eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass am Wochenende etliche große Parallelveranstaltungen stattfanden. „Die mussten ebenfalls große Einbußen durch den Regen hinnehmen.“ Von den Friedrichsorter Besuchern kam, genauso wie von den Sportlern, viel Lob über die Veranstaltung. „Das Ergebnis vom letzten Jahr konnten wir zwar nicht toppen, aber dennoch soll es das Leuchtturmfest im kommenden Jahr wieder geben.“ Das Konzept, den verkaufsoffenen Sonntag mit Aktionen wie dem Flohmarkt und dem Radsportevent aufzuwerten, sei absolut richtig.
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Das Radrennen am Sonntag
Man denke bereits darüber nach, auch im kommenden Jahr das Radrennen wieder einzubinden. „Die Sportler waren von dem Rundkurs und den Schwierigkeiten wie Kopfsteinpflaster und Steigungen begeistert“, sagt Höneise. Gefahren wurde auf einem Rundkurs von einem Kilometer Länge zwischen Falckensteiner Straße, Christianspries und An der Schanze. Der USC Kiel (Uni Ski Club, Radsportgruppe) hat das Rennen für Amateure ausgeschrieben und kümmerte sich um die Organisation. Gestartet wurde um 9 Uhr morgens mit einem Schüler-Rennen, gefolgt von den Senioren. Die Radsportelite trat um 12 Uhr zum ersten Leuchtturmrennen in die Pedalen. 80 Kilometer, sprich 80 Runden, mussten die Sportler aus ganz Deutschland und Skandinavien absolvieren. „Das sieht man als Zuschauer doch selten“, freute sich Carsten Höneise. Doch auch bei diesem Event hielten sich die Besucherzahlen an der Strecke in Grenzen. „Ich hätte den Sportlern eine tobende Menge am Streckenrand gewünscht, die sie für ihre Leistungen anfeuern“, sagt Höneise. Aber auch ohne den Hexenkessel am Rande sorgten die Sportler mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h für schnelle Runden und sehenswerte Momente. Als Sieger ging am Ende Hermann Sinnigen vom SWB RRG Bremen ins Ziel. Zweiter wurde Marian Arnold (Harvestehuder RV). Dritter auf dem Podest wurde der Kieler Jung Dirk Vobbe (ebenfalls SWB RRG Bremen). Alle Ergebnisse gibt es im Internet unter http://www.vonzelewski.de/sh/06_friedr.php. „Das war ein tolles Rennen, eine gute Strecke und eine sehr gute Organisation“ bescheinigten die Sportler am Ende und lobten die Ausrichter. Lob gibt es auch von dem Handels- und Gewerbeverein an alle Helfer, der Gettorfer Feuerwehr und der Polizei für ihren Einsatz.
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