Presseartikel
     



Große Pläne für 2006

Kieler Anzeiger März 2006

Friedrichsort – Der Frühling erwacht und mit ihm erblühen zahlreiche Aktivitäten des Handels- und Gewerbevereins Pries-Friedrichsort (HGV). In trockenen Tüchern und von allen Ämtern abgesegnet sind nun das Stadtteilfest und die geplanten Beachvolleyballturniere am Falckensteiner Strand. Ein weiteres Stichwort ist die Entente florale. Mit blumigen Aktionen will der HGV Kiel mit an die Spitze bringen und den Stadtteil optisch aufwerten. Aufgewertet wurde auch der Falckensteiner Strand. Im Internet hat die Stadt auf ihrer Seite „Bäder in Kiel“ die Bewertung nachgebessert.

Noch im vergangenen Monat hatte sich HGV-Vorsitzender enttäuscht und verärgert seinem Unmut Luft gemacht über die schlechte Beurteilung, die der Falckensteiner Strand in der Broschüre „Bäder in Kiel“ der Stadtverwaltung bekommen hatte. „Den Landgasthof Falkenhorst, den Minigolfplatz und die Festung hat man nicht erwähnt“, sagt Scholtysik. Unter Gastronomie war gerade mal ein „Imbiss vorhanden“. Moniert hatte er auch, dass der Strand natürlich auch durch die Fördeschifffahrt angelaufen werde. Davon war ebenfalls nichts im Bäder-Blättchen zu lesen. Mit seiner Kritik wandte sich der Vorsitzende nicht nur an den Kieler Anzeiger, sonders auch an die Stadt und die reagierte prompt. „Kaum zwei Stunden später war wenigstens im Internet die Beurteilung unseres Strandes nachgebessert“, lobt Scholtysik die schnelle und unbürokratische Handlungsweise der Verwaltung. Ärgerlich sei dennoch, dass die Broschüre bereits in vielfältiger Stückzahl gedruckt und verteilt sei. Dort seien die Angaben nicht mehr zu ändern.

1. Friedrichsorter Leuchtturmfest
Für positive Meldung über den Stadtteil hinaus sorgt der Handels- und Gewerbeverein selbst: Zum Beispiel mit der – „noch größeren, noch schöneren“ – Ausgabe des Stadtteilfestes, genannt „Leuchtturmfest“. „Wir haben inzwischen das ok aller Ämter“, sagt Scholtysik. Vom 19. bis 21. Mai wird wieder ein Jahrmarkt stattfinden, am Sonntag werden in Friedrichsort die Geschäfte öffnen (der verkaufsoffene Sonntag gilt nur für den Stadtteil) und ein Flohmarkt wird die Innenstadt beleben. „Der wird doppelt so groß werden, wie im vergangenen Jahr“, verspricht Scholtysik. Überdies werden an den drei Tagen verschiedene Radrennen für Promis, für Familien und für Sportprofis stattfinden. Daneben soll es eine Ausstellung zum Thema Fahrrad und Sicherheit im Straßenverkehr geben. „Wir wollen besonders das Profirennen, unser „Leuchtturmrennen“, in den kommenden Jahren im Stadtteil etablieren“, wünscht sich Scholtysik. Ein besonders Schmankerl wird es für die Senioren in diesem Jahr geben. „Im vergangenen Jahr haben wir die Kindergärten und andere ‚junge’ Einrichtungen mit einem Nachmittag auf dem Jahrmarkt beglückt“, so der HGV-Vorsitzende, „in diesem Jahr laden wir die Senioren der verschiedenen Einrichtungen im Stadtteil zu einem Kaffeenachmittag auf dem Rummel ein.“
Zu einem großen Stadtfest gehört auch große Werbung. Da kann der HGV in diesem Jahr auf die Tourist Information Kiel hoffen. „Wir werden unsere Aktivitäten wie Leuchtturmfest und Beachvolleyball im Kieler Stadtlotsen ankündigen können“, sagt Scholtysik. Das sei das erste Mal, dass in solcher Form über den Stadtteil hinaus auf Veranstaltungen im Stadtteil hingewiesen würden. „Wir haben natürlich schon vorher Zeitungen, Stadtmagazine und den Radiosendern die Termine genannt, aber die Veröffentlichung über den Stadtlotsen ist was die Außenwerbung angeht schon etwas Besonders“, sagt er. Daher und durch die Rad-Aktionen rechnen die Veranstalter mit deutlich mehr als 10.000 Besuchern für die drei Tage.

Entente florale
Damit der Stadtteil pünktlich zu seinem Leuchtturmfest glänzt, wird der HGV sich in den kommenden Monaten stärker um das Thema Entente florale kümmern. „Wir haben den Ortsbeirat gefragt und gebeten, ob wir nicht im Stadtteil selbst einen Preis für den schönsten Vorgarten und den schönsten Kleingarten verleihen könnten“, erzählt Scholtysik. Die Idee sei in dem Gremium gut angenommen worden, sagt er. Eine weitere Idee des HGV ist, eventuell einen Wettbewerb um die schönste Schaufenster-Dekoration zu veranstalten. Thema des Wettbewerbs oder einer Aktionswoche könnte „Friedrichsort und die Entente“ sein. „Im vergangenen Jahr haben wir Friedrichsort mit Blumen in den Farben blau-weiß geschmückt, die passen zum Stadtteil und seinem maritimen Flair“, findet Scholtysik.


Jahreshauptversammlung
Doch bevor es mit den Planungen und Aktionen weiter geht, steht zunächst erst einmal die Jahreshauptversammlung des Handels- und Gewerbevereins Pries-Friedrichsort an. Am 8. März treffen sich die Mitglieder um 19 Uhr im Hotel Zur Wartburg. Auf der Tagesordnung wird sicherlich auch eine Diskussion um den Verkauf der Festung stehen. „Wir wissen bisher lediglich, dass drei Privatpersonen die einzige Seefestung Deutschlands gekauft haben“, sagt Scholtysik ärgerlich darüber, dass die Stadt in Punkto Informationen äußerst zurückhaltend ist. „Wir würden gerne wissen ob die Verwaltung mit im Eigentümerkonsortium vertreten ist und wenn ja, ob und welche Planungen es mit der Festung gibt“, sagt Scholtysik. Denn das historische Gebäude könnte mit einem entsprechenden Konzept zu den touristischen Highlights im Stadtteil werden. Doch im Moment herrscht im Stadtteil und seinen Gremien absolute Unklarheit, wie die Zukunft des Gebäudes aussehen wird.

Wie die Zukunft, oder besser gesagt die kommenden zwei Jahre, des Handels- und Gewerbevereins aussehen könnten, darüber wird ebenfalls auf der Hauptversammlung diskutiert. In diesem Jahr steht die Wahl des ersten Vorsitzenden an. „Ich würde gerne weiterhin als Vorsitzender arbeiten, wenn mich die Mitglieder haben wollen“, sagt Scholtysik, dessen Triebfeder das Wissen ist, dass man „mit Eigeninitiative im Stadtteil viel bewirken und erreichen kann, wenn man konsequent seine Ziele verfolgt“. Den Vorsitz würde er aber nur fortführen, wenn „sich der Vorstand weiterhin so aktiv an der Arbeit beteiligt wie in der Vergangenheit“, sagt er. Denn ohne die Mitarbeit aller im Vorstand sei das Ehrenamt schwer mit seinem eigentlichen Beruf zu verbinden. „Aber das hat in den vergangenen zwei Jahren, in denen ich erster Vorsitzender bin, sehr gut geklappt“, lobt er. „Ich möchte die angeschobenen Aktivitäten gerne in den kommenden Jahren festigen und etablieren sowie den Verein weiter verjüngen“, ist sein Ziel für die nächsten zwei Jahre. „Wir wollen schließlich alle unseren Stadtteil über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt machen.“ Der HGV ist auf gutem Weg dahin.

Infos über den Handels- und Gewerbeverein gibt es beim HGV Pries-Friedrichsort e.V., Brammerkamp 6, 24159 Kiel.
E-Mail: info@hgv-friedrichsort.de
Internet: www.hgv-friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de

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