| Friedrichsort
– Der Frühling erwacht und mit ihm erblühen
zahlreiche Aktivitäten des Handels- und Gewerbevereins
Pries-Friedrichsort (HGV). In trockenen Tüchern und
von allen Ämtern abgesegnet sind nun das Stadtteilfest
und die geplanten Beachvolleyballturniere am Falckensteiner
Strand. Ein weiteres Stichwort ist die Entente florale.
Mit blumigen Aktionen will der HGV Kiel mit an die Spitze
bringen und den Stadtteil optisch aufwerten. Aufgewertet
wurde auch der Falckensteiner Strand. Im Internet hat
die Stadt auf ihrer Seite „Bäder in Kiel“
die Bewertung nachgebessert.
Noch im vergangenen Monat hatte sich HGV-Vorsitzender
enttäuscht und verärgert seinem Unmut Luft gemacht
über die schlechte Beurteilung, die der Falckensteiner
Strand in der Broschüre „Bäder in Kiel“
der Stadtverwaltung bekommen hatte. „Den Landgasthof
Falkenhorst, den Minigolfplatz und die Festung hat man
nicht erwähnt“, sagt Scholtysik. Unter Gastronomie
war gerade mal ein „Imbiss vorhanden“. Moniert
hatte er auch, dass der Strand natürlich auch durch
die Fördeschifffahrt angelaufen werde. Davon war
ebenfalls nichts im Bäder-Blättchen zu lesen.
Mit seiner Kritik wandte sich der Vorsitzende nicht nur
an den Kieler Anzeiger, sonders auch an die Stadt und
die reagierte prompt. „Kaum zwei Stunden später
war wenigstens im Internet die Beurteilung unseres Strandes
nachgebessert“, lobt Scholtysik die schnelle und
unbürokratische Handlungsweise der Verwaltung. Ärgerlich
sei dennoch, dass die Broschüre bereits in vielfältiger
Stückzahl gedruckt und verteilt sei. Dort seien die
Angaben nicht mehr zu ändern.
1.
Friedrichsorter Leuchtturmfest
Für positive Meldung über den Stadtteil hinaus
sorgt der Handels- und Gewerbeverein selbst: Zum Beispiel
mit der – „noch größeren, noch
schöneren“ – Ausgabe des Stadtteilfestes,
genannt „Leuchtturmfest“. „Wir haben
inzwischen das ok aller Ämter“, sagt Scholtysik.
Vom 19. bis 21. Mai wird wieder ein Jahrmarkt stattfinden,
am Sonntag werden in Friedrichsort die Geschäfte
öffnen (der verkaufsoffene Sonntag gilt nur für
den Stadtteil) und ein Flohmarkt wird die Innenstadt beleben.
„Der wird doppelt so groß werden, wie im vergangenen
Jahr“, verspricht Scholtysik. Überdies werden
an den drei Tagen verschiedene Radrennen für Promis,
für Familien und für Sportprofis stattfinden.
Daneben soll es eine Ausstellung zum Thema Fahrrad und
Sicherheit im Straßenverkehr geben. „Wir wollen
besonders das Profirennen, unser „Leuchtturmrennen“,
in den kommenden Jahren im Stadtteil etablieren“,
wünscht sich Scholtysik. Ein besonders Schmankerl
wird es für die Senioren in diesem Jahr geben. „Im
vergangenen Jahr haben wir die Kindergärten und andere
‚junge’ Einrichtungen mit einem Nachmittag
auf dem Jahrmarkt beglückt“, so der HGV-Vorsitzende,
„in diesem Jahr laden wir die Senioren der verschiedenen
Einrichtungen im Stadtteil zu einem Kaffeenachmittag auf
dem Rummel ein.“
Zu einem großen Stadtfest gehört auch große
Werbung. Da kann der HGV in diesem Jahr auf die Tourist
Information Kiel hoffen. „Wir werden unsere Aktivitäten
wie Leuchtturmfest und Beachvolleyball im Kieler Stadtlotsen
ankündigen können“, sagt Scholtysik. Das
sei das erste Mal, dass in solcher Form über den
Stadtteil hinaus auf Veranstaltungen im Stadtteil hingewiesen
würden. „Wir haben natürlich schon vorher
Zeitungen, Stadtmagazine und den Radiosendern die Termine
genannt, aber die Veröffentlichung über den
Stadtlotsen ist was die Außenwerbung angeht schon
etwas Besonders“, sagt er. Daher und durch die Rad-Aktionen
rechnen die Veranstalter mit deutlich mehr als 10.000
Besuchern für die drei Tage.
Entente
florale
Damit der Stadtteil pünktlich zu seinem Leuchtturmfest
glänzt, wird der HGV sich in den kommenden Monaten
stärker um das Thema Entente florale kümmern.
„Wir haben den Ortsbeirat gefragt und gebeten, ob
wir nicht im Stadtteil selbst einen Preis für den
schönsten Vorgarten und den schönsten Kleingarten
verleihen könnten“, erzählt Scholtysik.
Die Idee sei in dem Gremium gut angenommen worden, sagt
er. Eine weitere Idee des HGV ist, eventuell einen Wettbewerb
um die schönste Schaufenster-Dekoration zu veranstalten.
Thema des Wettbewerbs oder einer Aktionswoche könnte
„Friedrichsort und die Entente“ sein. „Im
vergangenen Jahr haben wir Friedrichsort mit Blumen in
den Farben blau-weiß geschmückt, die passen
zum Stadtteil und seinem maritimen Flair“, findet
Scholtysik.
Jahreshauptversammlung
Doch bevor es mit den Planungen und Aktionen weiter geht,
steht zunächst erst einmal die Jahreshauptversammlung
des Handels- und Gewerbevereins Pries-Friedrichsort an.
Am 8. März treffen sich die Mitglieder um 19 Uhr
im Hotel Zur Wartburg. Auf der Tagesordnung wird sicherlich
auch eine Diskussion um den Verkauf der Festung stehen.
„Wir wissen bisher lediglich, dass drei Privatpersonen
die einzige Seefestung Deutschlands gekauft haben“,
sagt Scholtysik ärgerlich darüber, dass die
Stadt in Punkto Informationen äußerst zurückhaltend
ist. „Wir würden gerne wissen ob die Verwaltung
mit im Eigentümerkonsortium vertreten ist und wenn
ja, ob und welche Planungen es mit der Festung gibt“,
sagt Scholtysik. Denn das historische Gebäude könnte
mit einem entsprechenden Konzept zu den touristischen
Highlights im Stadtteil werden. Doch im Moment herrscht
im Stadtteil und seinen Gremien absolute Unklarheit, wie
die Zukunft des Gebäudes aussehen wird.
Wie die Zukunft, oder besser gesagt die kommenden zwei
Jahre, des Handels- und Gewerbevereins aussehen könnten,
darüber wird ebenfalls auf der Hauptversammlung diskutiert.
In diesem Jahr steht die Wahl des ersten Vorsitzenden
an. „Ich würde gerne weiterhin als Vorsitzender
arbeiten, wenn mich die Mitglieder haben wollen“,
sagt Scholtysik, dessen Triebfeder das Wissen ist, dass
man „mit Eigeninitiative im Stadtteil viel bewirken
und erreichen kann, wenn man konsequent seine Ziele verfolgt“.
Den Vorsitz würde er aber nur fortführen, wenn
„sich der Vorstand weiterhin so aktiv an der Arbeit
beteiligt wie in der Vergangenheit“, sagt er. Denn
ohne die Mitarbeit aller im Vorstand sei das Ehrenamt
schwer mit seinem eigentlichen Beruf zu verbinden. „Aber
das hat in den vergangenen zwei Jahren, in denen ich erster
Vorsitzender bin, sehr gut geklappt“, lobt er. „Ich
möchte die angeschobenen Aktivitäten gerne in
den kommenden Jahren festigen und etablieren sowie den
Verein weiter verjüngen“, ist sein Ziel für
die nächsten zwei Jahre. „Wir wollen schließlich
alle unseren Stadtteil über die Grenzen der Stadt
hinaus bekannt machen.“ Der HGV ist auf gutem Weg
dahin.
Infos über den Handels- und Gewerbeverein gibt es
beim HGV Pries-Friedrichsort e.V., Brammerkamp 6, 24159
Kiel.
E-Mail:
info@hgv-friedrichsort.de
Internet: www.hgv-friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de
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