| Pries-Friedrichsort
– Ein Experiment sollte es sein – das 1. Falckensteiner
Unternehmergespräch, zu dem der Handels- und Gewerbeverein
Pries-Friedrichsort am Dienstagabend in den Landgasthof
Falkenhorst geladen hatte. Das Ziel: Die ortsansässigen
Unternehmer an einen Tisch zu bringen, um auszuloten,
ob man gemeinsam etwas für den Stadtteil erreichen
kann, um seine Urbanität zu erhalten.
Neben der Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz
waren 15 Vertreter ortsansässiger Unternehmen sowie
Politiker der kurzfristigen Einladung gefolgt. Die Idee,
bei einem Essen in lockerer Atmosphäre und überschaubarer
Runde, den Gedanken freien Lauf zu lassen, kam gut an.
Wolfgang Hein, der als Pächter des Restaurant und
Mitglied im Handels- und Gewerbeverein den Abend gesponsert
hatte, hegte damit die Hoffnung, dass „der Konsens
unter den Geschäftsleuten größer wird“.
Dennoch ging es für ihn erstmal darum, sich kennen
zu lernen. „So etwas muss langsam wachen. Es ist
nichts weiter als ein erster Schritt.“
Ähnlich sieht es auch Katrin Birr von der Gebr. Friedrich
Werft, die den Dialog unter den Gewerbetreibenden für
unumgänglich hält. „Die Frage, die wir
uns stellen müssen ist: Wie schaffen wir es, Friedrichsort
als Gewerbestandort attraktiver zu gestalten?“ Denn
viele Liegenschaften seien bereits frei und weitere werden
hinzu kommen, sagte sie im Hinblick auf den Umzug der
Rheinmetall Landsysteme GmbH von Friedrichsort nach Suchsdorf
oder die Produktionsverlagerung der Montage des M43 von
Caterpillar nach Rostock. Außerdem ginge es ihr
darum, für das Besondere des Stadtteil, der die Verbindung
von Leben und Arbeiten vereint, verträgliche Lösungen
zu finden.
Ob Doppelhüllentanker, Schlepper, Schwimmhäuser,
Lokomotiven oder Schiffsmotoren – Produkte aus Friedrichsort
werden weltweit exportiert. Peter Scholtysik, Vorsitzender
der Kaufmannschaft, sieht bei künftigen Marketingstrategien
die Chance „vom Glanz dieser Unternehmen zu partizipieren“.
Denn die Großtechnologie in Verbindung mit den Traditionsbetrieben
trage diesen Stadtteil mit. Gerade dazu hätte es
an diesem Abend einige Denkanstöße gegeben,
die jetzt in Einzelgesprächen weiterentwickelt werden
sollen.
Die Oberbürgermeisterin zeigte sich nach den Gesprächen
beeindruckt vom Engagement der Kaufmannschaft für
ihren Stadtteil. Dabei habe ihr vor allem die Einstellung
gefallen, die nicht selbstverständlich sei. „Es
gibt hier nicht diese Erwartungshaltung: Stadt mach mal.“
Die Menschen wollten aber in ihren Bemühungen wahrgenommen
werde. Dass sie das auch werden, dafür nannte sie
das Beispiel der gerade aufgestellt Schilder, die auch
den Weg zu den Firmen und Werften weisen. Ein mehr an
Schildern sei zwar gegen den Trend, aber die Unternehmen
seien wichtig.
Peter Scholtysik, der das Experiment, auch nach Rückmeldungen
von den Gästen, als gelungen bezeichnete, denkt über
eine Fortsetzung im jährlichen Rhythmus nach. Schließlich
wolle man nicht mit diversen Veranstaltungen konkurrieren
und auch keinen Verschleiß. In Erinnerung soll bleiben:
„Das war ein netter Abend, da gehe ich gerne wieder
hin.“
Infos über den Handels- und Gewerbeverein gibt es
beim HGV Pries-Friedrichsort e.V., Brammerkamp 6, 24159
Kiel.
E-Mail:
info@hgv-friedrichsort.de
Internet: www.hgv-friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de
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