Presseartikel
     



Erster Schritt zu mehr Initiative
Falckensteiner Unternehmergespräch kommt gut an
Von Petra Krause
Kieler Nachrichten 9. März 2006

Pries-Friedrichsort – Ein Experiment sollte es sein – das 1. Falckensteiner Unternehmergespräch, zu dem der Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort am Dienstagabend in den Landgasthof Falkenhorst geladen hatte. Das Ziel: Die ortsansässigen Unternehmer an einen Tisch zu bringen, um auszuloten, ob man gemeinsam etwas für den Stadtteil erreichen kann, um seine Urbanität zu erhalten.

Neben der Oberbürgermeisterin Angelika Volquartz waren 15 Vertreter ortsansässiger Unternehmen sowie Politiker der kurzfristigen Einladung gefolgt. Die Idee, bei einem Essen in lockerer Atmosphäre und überschaubarer Runde, den Gedanken freien Lauf zu lassen, kam gut an. Wolfgang Hein, der als Pächter des Restaurant und Mitglied im Handels- und Gewerbeverein den Abend gesponsert hatte, hegte damit die Hoffnung, dass „der Konsens unter den Geschäftsleuten größer wird“. Dennoch ging es für ihn erstmal darum, sich kennen zu lernen. „So etwas muss langsam wachen. Es ist nichts weiter als ein erster Schritt.“

Ähnlich sieht es auch Katrin Birr von der Gebr. Friedrich Werft, die den Dialog unter den Gewerbetreibenden für unumgänglich hält. „Die Frage, die wir uns stellen müssen ist: Wie schaffen wir es, Friedrichsort als Gewerbestandort attraktiver zu gestalten?“ Denn viele Liegenschaften seien bereits frei und weitere werden hinzu kommen, sagte sie im Hinblick auf den Umzug der Rheinmetall Landsysteme GmbH von Friedrichsort nach Suchsdorf oder die Produktionsverlagerung der Montage des M43 von Caterpillar nach Rostock. Außerdem ginge es ihr darum, für das Besondere des Stadtteil, der die Verbindung von Leben und Arbeiten vereint, verträgliche Lösungen zu finden.
Ob Doppelhüllentanker, Schlepper, Schwimmhäuser, Lokomotiven oder Schiffsmotoren – Produkte aus Friedrichsort werden weltweit exportiert. Peter Scholtysik, Vorsitzender der Kaufmannschaft, sieht bei künftigen Marketingstrategien die Chance „vom Glanz dieser Unternehmen zu partizipieren“. Denn die Großtechnologie in Verbindung mit den Traditionsbetrieben trage diesen Stadtteil mit. Gerade dazu hätte es an diesem Abend einige Denkanstöße gegeben, die jetzt in Einzelgesprächen weiterentwickelt werden sollen.

Die Oberbürgermeisterin zeigte sich nach den Gesprächen beeindruckt vom Engagement der Kaufmannschaft für ihren Stadtteil. Dabei habe ihr vor allem die Einstellung gefallen, die nicht selbstverständlich sei. „Es gibt hier nicht diese Erwartungshaltung: Stadt mach mal.“ Die Menschen wollten aber in ihren Bemühungen wahrgenommen werde. Dass sie das auch werden, dafür nannte sie das Beispiel der gerade aufgestellt Schilder, die auch den Weg zu den Firmen und Werften weisen. Ein mehr an Schildern sei zwar gegen den Trend, aber die Unternehmen seien wichtig.

Peter Scholtysik, der das Experiment, auch nach Rückmeldungen von den Gästen, als gelungen bezeichnete, denkt über eine Fortsetzung im jährlichen Rhythmus nach. Schließlich wolle man nicht mit diversen Veranstaltungen konkurrieren und auch keinen Verschleiß. In Erinnerung soll bleiben: „Das war ein netter Abend, da gehe ich gerne wieder hin.“


Infos über den Handels- und Gewerbeverein gibt es beim HGV Pries-Friedrichsort e.V., Brammerkamp 6, 24159 Kiel.
E-Mail: info@hgv-friedrichsort.de
Internet: www.hgv-friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de

HGV Pries Friedrichsort