Presseartikel
     



HGV Friedrichsort

Kieler Anzeiger Februar 2006

Von wegen „Trübes Wetter gleich trübe Stimmung“. Der Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort e.V. (HGV) nutzt die ruhigen Tage im Februar, um mit Hochdruck an den geplanten Aktionen im Sommer und an weiteren neuen Ideen zu arbeiten. Ein großer Wunsch von HGV-Vorsitzendem Peter Scholtysik ist zum Beispiel, endlich einen Wegweiser durch Pries-Friedrichsort zu realisieren.

„Damit haben wir vor rund eineinhalb Jahren bereits angefangen“, erklärt der Vorsitzende, der seine Arbeit, wie alle anderen Vorstands-Mitglieder, ehrenamtlich neben seinem eigentlichen Beruf ausführt. Den „Wegweiser durch Gaarden“ hatte man sich damals als ein großes Vorbild genommen und wollte für den eigenen Stadtteil ähnliches schaffen. Zusammen mit dem Amt für Familie und Soziales wurde bereits ein Konzept für den Rohentwurf gefertigt, so Scholtysik. Doch als die Stelle der dort zuständigen Mitarbeiterin gekürzt wurde, blieb das Projekt auf der Strecke. „Uns fehlt einfach Personal Power“, erklärt der Vorsitzende. Denn um sich um so ein großes Projekt zu kümmern, sollte es schon eine Stelle oder eine Redaktion geben, die die Arbeit an dem Stadtteilführer koordiniert und sich auch um die Finanzierung kümmert, glaubt er. „Das können wir neben unseren Berufen nicht mehr leisten“, sagt Scholtysik. Zumal er findet, dass so ein Projekt nicht nur den HGV angeht, sondern gemeinsam mit allen Institutionen, dem Ortsbeirat, dem Gesprächskreis, Künstlern, Historikern und vielen mehr organisiert und realisiert werden müsse. Wichtig wäre ein solcher Wegweiser schon. Gerade in der Zeit, wo Friedrichsort mit seinen Aktionen - wie zum Beispiel die Beachvolleyball-Turniere – und der stetig wachsenden Belebung des Strandes – neben der neuen Minigolfanlage wird es ab Sommer einen Klettergarten in den Bäumen geben und auch im Leuchtturmwärterhaus soll der Betrieb aufgenommen werden - zu einem guten Anziehungspunkt für Touristen werden dürfte.

Das Konzept, dass bereits steht, dürfte die Mitstreiter durchaus überzeugen. So soll es einen historischen Abriss geben, Friedrichsort als großer Wirtschaftsstandort vorgestellt werden, Spaziergänge durch den Stadtteil gezeigt werden, und auch das Thema Strand darf nicht fehlen. Genauso wenig wie die wichtigsten kulturellen Punkte, die Möglichkeiten zu übernachten, gut zu essen, einen Index von A wie Arzt bis Z wie Zoohandlung und vieles mehr. „Der Wegweiser durch den Stadtteil wäre eine wunderbare Information, mit der wir für unseren Stadtteil werben könnten“, ist Scholtysik von der Idee begeistert.

Mittelfristig, so hofft er, sollte man diese in Friedrichsort umsetzen. „Wir überlegen, für den Herbst/Winter einen ersten Gesprächskreis hier vor Ort zu initiieren, um noch einmal über das Thema Stadtteilführer zu sprechen“. Wer sich für das Thema interessiert und mithelfen kann und möchte, eine Redaktion zu gründen oder sich mit der Finanzierung zu beschäftigen, möge sich an den HGV wenden.



Einen Wegweiser für den Stadtteil würde der handels- und Gewerbeverein gerne erstellen. Was jedoch fehlt sind personelle Kapazitäten, zum Beispiel eine Redaktion, die sich um die Finanzen kümmert und die Arbeit koordiniert. Inhalt eines solchen Stadtteilführers wäre unter anderem die Historie Friedrichsorts und seiner Baudenkmäler wie hier die Bethlehemkirche.


Strandansichten

So ein eigener Stadtteilführer könnte auch richtig stellen, was über Friedrichsort in anderen Broschüren veröffentlicht wurde. „Geärgert habe ich besonders über die Broschüre der Stadt, in der die Bäder und Strände vorgestellt werden“, sagt Scholtysik (im Internet zu finden unter www.kieler-baeder.de ). Zwar stimmen die grundsätzlichen Zahlen – rund 1860 Meter bewachter Strand, 660 Meter unbewachter Strand – durchaus mit der Realität überein. Doch die Beschreibung der gastronomischen Lokalitäten und der Freizeit-Möglichkeiten am Strand spottet jeder Beschreibung. „Dort haben die Verantwortlichen unter Gastronomie ´Imbiss´ genannt“, ärgert sich der HGV-Vorsitzende. Dabei Verfügt Falckenstein über einen guten Landgashof sowie über eine neue Minigolfanlage. Kein Hinweis findet sich außerdem über die Festung Friedrichsort, „die einzige Seefestung in ganz Deutschland. „Da stellt sich mir die Frage, ob die Verantwortlichen wirklich vor Ort recherchiert haben“, macht der Vorsitzende Unmut Luft. Besonders ärgerlich ist die mangelnde Darstellung des Falckensteiner Strandes, der als schönster Naturstrand in Kiel gilt, vor dem Hintergrund, dass mit dieser Broschüre Touristen informiert und geworben werden sollen. „Schon auf den Fähren will die Stadt das Infomaterial auslegen“, sagt Scholtysik. Friedrichsort könnte in der Gunst der Besucher schlecht abschneiden, weil die Fakten nicht stimmen, befürchtet er. „Wer nett essen gehen möchte, braucht laut Information im Internet und der Broschüre, nicht zum Strand kommen. Nur stimmt das nicht“, sagt der Vorsitzende. Zudem, so Scholtysik, hätte nur ein Anruf bei HGV genügt, um alles Wissenswerte über den Strand herauszubekommen. Doch dieser ist bei den Recherchen leider ausgeblieben.

1. Flackensteiner Unternehmergespräch „Frage nicht, was Dein Stadtteil für Dich tun kann. Frage, was Du für Deinen Stadtteil tun kannst.“ Das Zitat von John F. Kennedy – in etwas abgewandelter Form – könnte durchaus als Motto der ersten Falckensteiner Unternehmengesprächs gelten. Was können die Unternehmen gemeinsam für Friedrichsort tun? Wie kann man den Stadtteil besser präsentieren und wie könnten die Unternehmen, die in Friedrichsort produzieren und weltweit einen guten Ruf haben, dem Standort zu ein bisschen mehr Glanz verhelfen? Und will man das überhaupt? Das sind die Fragen, die in lockerer Runde im Landgasthof Falckenhorst bei einem gemeinsamen Abendessen mit Vertretern aus Handel, Gewerbe, Industrie und Werften besprochen werden sollen. „Wir wollen uns einfach nur treffen und über Verschiedenes sprechen“, möchte der Handels- und Gewerbeverein, der die Idee zusammen mit Wolfgang Hein vom Landgasthof Falckenhorst umsetzt, Kotakte knüpfen und intensivieren. Ein Gesprächsthema könnte dabei auch der Wegweiser durch den Stadtteil werden. „Ziel des Abends soll es sein, sich auszutauschen, auszuloten, ob und was die Beteiligten gemeinsam für den Stadtteil auf den Weg bringen können, um die Urbanität des Quartiers zu erhalten“, so Scholtysik. „Sprich: Wir wollen austesten, ob wir gemeinsam für Friedrichsort an einem Strang ziehen können und wofür man geballte Wissen und die Energie einsetzen könnte“



Schlechte Bewertung für den Strand: Nur ein Imbiss biete am Falckensteiner Strand hungrigen Badegästen Kulinarisches an, heißt es in der Kieler Broschüre über die Bäder. Das stimmt so nicht. Was ebenfalls nicht verzeichnet ist, sind die Freizeitmöglichkeiten wie der Minigolfplatz, ärgert sich HGV-Vorsitzenden Peter Scholtysik.

HGV Pries-Friedrichsort e.V., Brammerkamp 6, 24159 Kiel
E-Mail: info@hgv-friedrichsort.de
Internet: www.hgv-friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de
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