Friedrichsort
– Einen Rückschlag in ihren Bemühungen
für den Stadtteil musste der Handels- und Gewerbeverein
Pries-Friedrichsort (HGV) jetzt hinnehmen: „Hinweisschilder
zum Einkaufszentrum wird es in nächster Zeit nicht
geben“, sagt Peter Scholtysik, HGV-Vorsitzender,
enttäuscht. Während die Straßenschilder
zu den Werften und den Firmen im Stadtteil inzwischen
aufgestellt würden, wird das „Port-Zentrum“
ausgeklammert. Grund dafür sei der von den Friedrichsorter
Bürgern gewählte Name. Der fand beim Ortsbeirat
keinen Anklang – „und die Verwaltung möchte
nicht über das Votum der Politiker vor Ort hinweg
entscheiden“, so Scholtysik.
Zwei Jahre Mitarbeit in der von Firmen, Werfen und Unternehmen
gegründeten Arbeitsgruppe liegen hinter dem HGV.
Die Überlegungen um Hinweisschilder zur Einkaufsstraße
sind noch älter: Schon vor 20 Jahren wurde die Idee
diskutiert. „Mit seinem Votum hat der Ortsbeirat
die Bemühungen unseres Vereins zunichte gemacht,
das Einkaufszentrum endlich auszuschildern“, ärgert
sich der Vorsitzende. „Um den Standort auch des
Einzelhandels zu stärken und den Stadtteil attraktiver
zu machen brauchen wir Schilder, die die Autofahrer direkt
zu den Einkaufsmöglichkeiten vor Ort leiten“,
sagt der Vorsitzende. Als die Firmen vor Ort sich ebenfalls
für verbesserte Hinweisschilder zu ihren Standorten
bei der Verwaltung stark machten, hat der HGV die Chance
genutzt, um gleichzeitig auch die Einkaufsstraßen-Beschilderung
voranzutreiben. „Wir haben die Friedrichsorter aufgefordert,
uns Namensvorschläge zu schicken, wie das Zentrum
heißen könnte“, so Scholtysik. Auf den
Namen „Port-Zentrum“ – „das steht
für Hafen, Eingangtür und ein Mittel aus Pries-
und Friedrichsort“ – hat sich der HGV entschieden.
Auch in der gemeinsamen Arbeitsgruppe fand der Name Anklang.
Doch der Ortsbeirat hatte sich dagegen entschieden. „Kritik
ist gut, doch schade fand ich nur, dass der Ortsbeirat
keinen Gegenvorschlag als Alternative benannt, sondern
unseren Namen einfach nur abgelehnt hat“, sagt Scholtysik.
Er sieht den Ball nun in den Händen der Politik liegen.
„Der Ortsbeirat muss sich dieses Thema jetzt annehmen“,
fordert er. Ein Nachrüsten der bereits aufgestellten
Schilder sei – so habe die Verwaltung mitgeteilt
– durchaus möglich. Wenn man sich in Friedrichsort
denn auf den Namen einigen kann, der dort aufgeklebt werden
soll.
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