Wem
ist das nicht schon einmal so gegangen. Da will man schnell
nur eine Kleinigkeit einholen, fährt mit dem Rad
zum Supermarkt und kommt vollbepackt, mit drei Tüten
am Lenker wieder nach Hause. Dass Einkaufen mit dem Fahrrad
durchaus unproblematisch sein kann, weiß Peter Scholtysik,
Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Pries-Friedrichsort.
Lebensmittel können zum Beispiel in Packtaschen und
Extra-Anhänger verschwinden. Doch bevor das Einkaufen
mit dem Rad in Friedrichsort wirklich gut propagiert werden
kann, sollen sich die Grundvoraussetzungen für Fahrradfahrer
verbessern. „Wir wollen fahrradfreundlichster Stadtteil
in Kiel werden“, sagt Scholtysik. Die Idee kommt
nicht von ungefähr: „Friedrichsort bietet sich
mit seiner Infrastruktur doch gerade zu zum Radfahren
an“, findet der HGV-Vorsitzende. Neben der guten
Wohnqualität finden sich Einkaufsmöglichkeiten,
Ärzte und Schulen sowie der Freizeitbereich (Strand)
in erreichbarer Nähe."Mit dem Rad sind viele
Wege schnell zurückgelegt", weiß Scholtysik
aus eigener Erfahrung. Und eben das Rad nutzen auch viele
Familien und Ältere, um damit in die Stadt zu kommen
oder um für kurze Wege im Zeitalter teuren Benzins
nicht extra das Auto anschmeißen zu müssen.
Auch die Geschäftsleute haben den Bedarf erkannt,
doch bei der Frage, was Radier wirklich wollen und brauchen
gibt es bislang im Stadtteil noch viel Unsicherheit. "So
werden vorhandene Fahrradständer nicht genutzt, weil
diese nur für das Vorderrad sind und ein schwer beladenes
Fahrrad dort sehr kippelig steht", nennt Scholtysik
ein Beispiel. Oder es gibt Fahrradplätze, nur werden
diese nicht genutzt, weil eine gute Ausschilderung fehlt.
Hilfe haben nun der BUND und der Fahrradbeauftragte der
Stadt Kiel angeboten. "Wir hatten mit dem BUND eine
Gesprächsrunde und haben dort Vorschläge diskutiert",
erzählt Scholtysik. Zum Beispiel welcher Fahrradständer
für welchen Platz gut geeignet ist. Oder wie Radler
ihre Einkäufe zwischenlagern können, um diese
nicht beim Bummel durch die Stadt immer mitschleppen zu
müssen. Eine noch absolut unkonkrete Idee wäre,
in einem leer stehenden Geschäft eine Art Aufbewahrungsstation
einzurichten. "Das könnte ich mir besonders
für die Weihnachtszeit gut vorstellen", überlegt
der HGV Vorsitzende. Doch erst einmal wollen die Geschäftsleute
auf das Angebot des BUND und des Fahrradbeauftragten zurückgreifen
und sich einzeln vor Ort beraten zu lassen, wie man den
Platz vor seinem Geschäft fahrradfreundlicher gestalten
könnte. Interessierte Geschäftsinhaber können
sich dafür bei Susanne Heise vom BUND einen Termin
geben lassen (Telefon: 0431/801312, E Mail: bund.kiel@bund.net).
Wer als Radfahrer und Kunde Interesse am Einkaufen mit
dem Fahrrad hat, kann Taschen und anhänger über
den BUND erst einmal ausprobieren, bevor man sie kauft.
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Das Thema gute
Fahrradstellplätze haben auch die Betreiber vom neuen
Minigolfplatz am Falckensteiner Strand und vom Restaurant
Falkenhorst aufgegriffen. Zur nächsten Saison planen
beide, zusammen Stellplätze anzubieten. Dass wird
die Friedrichsorter freuen, die regelmäßig
mit dem Rad zum Strand fahren. Dies wird aber sicherlich
auch für die Holtenauer von Interesse sein. Denn
neben den innerörtlichen Verbesserungen der Fahrradsituation
soll auch der Ausbau eines Radweges zwischen den beiden
Stadtteilen vorangetrieben werden. "Daran arbeiten
beide Ortsbeiräte und der HGV unterstützt die
Bemühung, wo wir können", sagt Scholtysik.Weitere
Infos über das Einkaufen mit dem Fahrrad gibt es
bei Susanne Heise vom BUND, Kreisgruppe Kiel unter Telefon
0431/801312 (AB), per Mail bund.kiel@bund.net oder im
Internet unter www.bund kiel.net. Der Fahrradbeauftragte
der Stadt Kiel, Uwe Redecker, ist unter Telefon 0431/901
2251 zu erreichen.
HGV Pries-Friedrichsort, Brammerkamp 6, 24159 Kiel
E Mail: info@hgv
friedrichsort.de
Interne:t
www.hgv friedrichsort.de
Der Stadtteil Pries-Friedrichsort im Internet: www.kiel-friedrichsort.de
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