Politik gegen Kaufmannschaft!

(Kommentar: Peter Scholtysik)

 

(siehe Kieler Nachrichten vom 4. März 2005 - unter Presse)

 

Der Ortsbeirat entscheidet sich gegen den Vorschlag des Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort e.V.

dem Einkaufszentrum  einen Namen zu geben.

 

Weil ihn ein Taxifahrer an die „Küste“ (für die Freunde deutscher Sprache: Puff!) bringen würde, wenn er als Ziel

„Port-Zentrum“ nennen würde, war Entscheidungsgrundlage für die Mehrheit der SPD-Mitglieder, diesen Vorschlag

des Handels- und Gewerbeverein Pries-Friedrichsort e.V. abzulehnen (mit ebenfalls einer CDU-Stimme und

Enthaltung der Grünen!).

 

Besser gar nichts, als etwas Neues. Die Umfrage des OBR (auf Initiative der SPD) brachte immerhin 7 (in Worten: sieben)

Antworten, bei einer Veröffentlichung mit mehr als 100 000 (in Worten: hunderttausend) Auflage.

 

In einer Zeit mit der höchsten Arbeitslosenrate, die die Bundesrepublik seit ihres Bestehens zu verzeichnen hat, sind

natürlich alle Hartz IV Empfänger froh, dass die Politik eben auch auf der kommunalen Ebene alles tut, Innovation,

Kreativität und Eigeninitiative der Kaufmannschaft zu verhindern, denn es könnte ja Arbeitsplätze und den Standort sichern.

Leerstände mit ihren bunten Graffitis und Treffpunkte für sozial schwierige Gruppen sind wahrscheinlich die Marketingziele

der politisch Handelnden im Ortsbeirat.

 

Die Kaufmannschaft wartet seit mehr als 10 Jahren auf eine Ausschilderung des Einkaufszentrums. Jetzt ist diese Gelegenheit

durch den Ortsbeirat verhindert worden. Ich gratuliere zu dieser weisen Entscheidung.